Aue sieht Rot in Köln: Veilchen bleiben nach Niederlage Tabellenletzter

Köln - Der FC Erzgebirge Aue behält die rote Laterne! In einem lange Zeit ausgeglichenen und höhepunktarmen Spiel unterlagen die Veilchen am Samstagnachmittag bei Viktoria Köln in Unterzahl 0:3 (0:0).

Torchance für FC Erzgebirge Aue in der ersten Halbzeit. Marvin Stefaniak (r.) trifft jedoch nur das Außennetz - und er stand im Abseits.
Torchance für FC Erzgebirge Aue in der ersten Halbzeit. Marvin Stefaniak (r.) trifft jedoch nur das Außennetz - und er stand im Abseits.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Knackpunkt der Partie war die 62. Minute. Aues Sam Schreck kam im Mittelfeld gegen seinen Gegenspieler Jamil Siebert zu spät und erwischte ihn mit offener Sohle am Schienbein.

Referee Lars Erbst ließ nicht mit sich Reden und zückte sofort Rot. Damit kippte eine Partie, die über nahezu eine Stunde nahezu ereignislos verlief.

Man sah, wie sich beide Mannschaften von Beginn weg gegenseitig belauerten und auf den einen Fehler des Gegners warteten. Viktoria war dabei den Tick aktiver, fand aber im erneut bockstarken FCE-Torhüter Martin Männel ihren Meister.

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Erst reagierte der 34-Jährige bei einem Kopfball von André Becker (33.) stark und fischte den Aufsetzer von der Linie, dann rettete Männel gegen David Lennart Philipp (37.).

Startaufstellung vom FC Erzgebirge Aue gegen FC Viktoria Köln

Die Startelf vom FC Viktoria Köln gegen den FC Erzgebirge Aue

Auf den Platzverweis folgten drei Gegentore von Viktoria Köln gegen Aue

Platzverweis von Schiedsrichter Lars Erbst gegen Sam Schreck (33, Aue) in der 62. Minute.
Platzverweis von Schiedsrichter Lars Erbst gegen Sam Schreck (33, Aue) in der 62. Minute.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Von den Gästen kam wenig, doch echte Gefahr drohte auch von Köln nicht. Der Bruch erfolgte durch den Platzverweis gegen Schreck, dem Viktoria-Coach Olaf Janßen einen Doppelwechsel folgen ließ und Luca Marseiler sowie Simon Stehle hineinbrachte.

Die beiden Joker waren keine zehn Minuten auf dem Feld, als Marseiler schön auf Stehle legte, der zunächst am sehr gut aufgelegten Männel scheiterte. Doch bei Beckers Nachschuss (73.) war auch der Veilchen-Kapitän machtlos.

Nur zwei Minuten später folgte der vorzeitige K.o.. Marseiler zog aus der Drehung ab und erwischte Ulrich Taffertshofer aus kürzester Distanz an der Hand. Schiedsrichter Erbst hatte keine Zweifel und zeigte auf den Punkt. Eine sehr harte Entscheidung, für die der Verursacher Taffertshofer und Männel (wegen Reklamierens) Gelb sahen. Patrick Koronkiewicz (76.) trat vom Punkt an und stellte auf 2:0.

Zu wenig Spielzeit: Leihspieler Lenn Jastremski trennt sich vorzeitig vom FC Erzgebirge Aue
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Mit dem Doppelschlag war Aue der Stecker gezogen. Kevin Lankford (90.+1.), noch ein Joker, erhöhte kurz vor Ultimo.

Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

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