Aue-Stürmer Jastremski lässt im Erzgebirge den Knoten platzen

Aue - Kaum zu glauben, aber die Stürmer des FC Erzgebirge Aue mussten sich bis zum elften Spieltag in Geduld üben, ehe der Knoten auch bei ihnen platzte. Lenn Jastremski (21) gelang beim VfB Oldenburg (3:1) mit dem zwischenzeitlichen 2:1 das erste Stürmertor für die Veilchen.

Lenn Jastremski (21, 2.v.r.) trifft in Oldenburg zum 2:1, das letztendlich zum Auer Sieg reichte.
Lenn Jastremski (21, 2.v.r.) trifft in Oldenburg zum 2:1, das letztendlich zum Auer Sieg reichte.  © imago/osnapix

"Gewinnen wir die Spiele vorher, käme dieses Thema vielleicht gar nicht auf", mutmaßt Jastremski zur bisherigen Ladehemmung der Abteilung Attacke. Der 21-jährige Youngster weiß aber auch: "Als Stürmer wirst du natürlich an deinen Toren gemessen."

Aues Interimstrainer Carsten Müller (52) freut sich mit dem Mittelstürmer, dem er in den ersten beiden Punktspielen unter seiner Regie das Vertrauen schenkte und ihn stets von Beginn an aufstellte. "Lenn hat in den Trainingseinheiten hart gearbeitet. Ich freue mich für ihn, dass er sich nun auch belohnen konnte", so Müller.

Mit 6:1 Toren in den Partien gegen Meppen und Oldenburg zeigt die FCE-Formkurve nach oben. Dazu der Achtelfinaleinzug im Landespokal gegen Eilenburg (2:1). Wie hat es Müller nach zuvor wettbewerbsübergreifend zehn sieglosen Partien geschafft, was vorher unter Ex-Trainer Timo Rost (44) nicht gelang - den Schalter umzulegen?

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"Es ging nach so vielen Spielen darum, den Spaß am Fußball zurückzubekommen. Das hat der Trainer auf und neben dem Platz geschafft, indem er uns stets ein gutes Gefühl gab", berichtet Jastremski. Müller ist auf die Veilchen eingegangen, habe sie mit seiner Ansprache aufgerichtet.

Die vergangenen Ergebnisse dürfen keine Eintagsfliege sein

Dimitrij Nazarov (32, M.) und Sam Schreck waren die ersten Gratulanten bei Lenn Jastremski (21, l.).
Dimitrij Nazarov (32, M.) und Sam Schreck waren die ersten Gratulanten bei Lenn Jastremski (21, l.).  © imago/osnapix

Jastremski: "Der Coach hat viel mit den Spielern gesprochen, uns ein gutes Gefühl gegeben und gepusht. Das sind ausschlaggebende Faktoren, die große Auswirkungen auf das Spiel haben."

Die ersten Ergebnisse können sich sehen lassen, dürfen aber keine Eintagsfliege sein. Auch letzte Saison hatte Aue nach der Entlassung von Aleksey Shpilevski (34) ein Zwischenhoch und verfiel danach wieder in alte Muster. Der Ausgang ist bekannt.

"Wir dürfen nicht denken, dass jetzt alles von allein geht, sondern müssen genauso im Training Gas geben und es dann am Spieltag umsetzen", meint Jastremski mit Blick auf das Abendspiel am Freitag gegen den Halleschen FC.

Titelfoto: imago/osnapix

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