Aues Gonther mit klarer Ansage: "Wir stehen wieder auf"

Aue - Die Klat­sche zur Ge­ne­ral­pro­be ge­gen Dy­na­mo Dres­den (0:5) wer­te­ten die Veil­chen als Schuss vor den Bug zur rech­ten Zeit. Es folg­te das 2:2 auf Sankt Pau­li. Ein Licht­blick. Nur eine Wo­che spä­ter ging der FC Erz­ge­bir­ge Aue ge­gen Schal­ke 0:5 un­ter. Die Veil­chen müs­sen sich ernst­haft hin­ter­fra­gen.

Ex-Veilchen Pascal Testroet feiert seinen Treffer gegen Düsseldorf, der am Ende zum 1:0-Auswärtssieg reichte.
Ex-Veilchen Pascal Testroet feiert seinen Treffer gegen Düsseldorf, der am Ende zum 1:0-Auswärtssieg reichte.  © imago images/Norbert Schmidt

Na­tür­lich kann man ge­gen die Knap­pen den Kür­ze­ren zie­hen, doch das wie, ist ent­schei­dend. Für Sö­ren Gon­ther (35) sprach das Er­geb­nis Bän­de und hielt ei­ni­ges be­reit, das es auf­zu­ar­bei­ten gilt: "Man muss kon­sta­tie­ren, dass wir im­mer ei­nen Schritt zu spät ka­men. Letz­te Wo­che hat­ten wir das bes­ser ge­macht und sind in die Zwei­kämp­fe ge­kom­men."

Durch stän­di­ges Auf und Ab, die­se Leis­tungs­schwan­kun­gen, kann Aue nicht noch­ mal so eine Se­rie star­ten wie vom elf­ten bis 14. Spiel­tag, als zehn der bis­lang 15 Punk­te ge­holt wur­den.

Doch ein neu­er­li­cher Run ist bit­ter nö­tig, nach­dem fünf der letz­ten sechs Spie­le ver­lo­ren wur­den. Ge­gen­über den ers­ten drei Begegnungen der Hinrunde mit Nürn­berg (0:0/1:3), Pau­li (0:0/2:2) und Schal­ke (1:1/0:5) ist der FCE au­ßer­dem zwei Zäh­ler im Hin­ter­tref­fen - vom Tor­ver­hält­nis (1:1/3:10) ganz zu schwei­gen.

Für den Neustart bei Erzgebirge Aue: Schulterschluss mit Geldgebern
FC Erzgebirge Aue Für den Neustart bei Erzgebirge Aue: Schulterschluss mit Geldgebern

Fakt ist auch: In der Hin­run­de traf Aue z. B. auf ein Schal­ke, das sich nach dem Abstieg noch in der Findungsphase be­fand. Wozu die Königsblauen imstande sind, wenn die Automatismen grei­fen, sah man am Sonn­abend.

Sören Gonther (35, l.) und John Patrick Strauß (25, r.) kommen gegen Schalke-Torjäger Simon Terodde (33) zu spät.
Sören Gonther (35, l.) und John Patrick Strauß (25, r.) kommen gegen Schalke-Torjäger Simon Terodde (33) zu spät.  © imago images/Jan Hübner

Bis 5. Fe­bru­ar ha­t der FC Erzgebirge Aue Zeit, Leh­ren zu zie­hen

Der FCE muss dann schon ei­nen gu­ten Tag er­wi­schen und mehr als die 'Basics' Kampf, Lei­den­schaft und ek­li­ge Spiel­wei­se auf den Platz zu brin­gen. Doch schon dar­an scheiterte die Elf von Marc Hen­sel (35). Von Auer Tu­gen­den war we­nig zu se­hen. "Schal­ke war uns kör­per­lich über­le­gen. Nicht läuferisch, son­dern von der Robustheit und den Zwei­kämp­fen her. Dort wa­ren wir kör­per­lich un­ter­le­gen, ha­ben uns nicht durch­ge­setzt", sieht Gon­ther Klä­rungs­be­darf: "Das War­um, Wie­so, Wes­halb wird knall­hart ana­ly­siert."

Bis 5. Fe­bru­ar ha­ben die Veil­chen Zeit, ihre Leh­ren zu zie­hen. Eine Gal­gen­frist vor dem di­rek­ten Du­ell mit Sand­hau­sen - und Pascal Testroet (31), der ge­gen sei­nen Ex-Klub bis in die Haar­spit­zen mo­ti­viert sein wird. "Das sind die­se Sechs-Punk­te-Spie­le!", weiß Gonther aus Er­fah­rung.

Mit je zwei Sie­gen ge­gen die di­rek­ten Kon­kur­ren­ten Würz­burg, Braun­schweig, Os­na­brück und Sand­hau­sen hol­te Aue letz­te Sai­son 24 von 44 Zäh­lern und eb­ne­te den Klas­sen­er­halt.

Gon­ther: "Wir ste­hen wie­der auf. So ha­ben wir es die letz­ten Jah­re ge­macht und ma­chen es jetzt wie­der."

Titelfoto: imago images/Jan Hübner

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