Ausgerechnet Testroet sticht ins Aue-Herz und bringt Sandhausen beim KSC auf die Siegerstraße

Karlsruhe - Der Mann mit der eingebauten Torgarantie brachte sein Team in Führung! Pascal Testroet traf für den SV Sandhausen im Zweitliga-Nachholspiel am Dienstagabend beim Karlsruher SC und durfte am Ende einen 2:0 (1:0)-Auswärtssieg feiern.

Das erste Tor: Pascal Testroet (Nr. 37) hat KSC-Keeper Marius Gersbeck (l.) überwunden und zum 1:0 für den SV Sandhausen eingeköpft.
Das erste Tor: Pascal Testroet (Nr. 37) hat KSC-Keeper Marius Gersbeck (l.) überwunden und zum 1:0 für den SV Sandhausen eingeköpft.  © dpa/Uli Deck

In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit wuchtete der bullige Stürmer eine Flanke von Chima Okoroji zum 1:0 in den rechten Winkel (45.+2 Minute) und drehte anschließend zum Jubeln ab.

Ohnehin demonstrierte "Paco" genau die Eigenschaften, durch die er auch in seiner Zeit bei Dynamo Dresden und beim FC Erzgebirge Aue beliebt war.

Er rackerte, wühlte, warf sich in die Zweikämpfe und war für die Karlsruher Innenverteidigung um Daniel Gordon und Daniel O’Shaughnessy nicht auszuschalten.

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So hatte er schon in der 13. Minute seine erste gute Gelegenheit, als er frei auf KSC-Keeper Marius Gersbeck zulief, aber an dessen starkem Reflex scheiterte. Nur sechs Zeigerumdrehungen später fand er erneut im gegnerischen Torhüter seinen Meister.

Dann bekamen die Hausherren mehr Zugriff und hatten ihre beste Möglichkeit, als Ex-SGD-Linksverteidiger Philip Heise von "seiner" Seite scharf in die Mitte flankte, wo Marc Lorenz den Ball aufs Gehäuse schoss, aber an SVS-Schlussmann Patrick Drewes scheiterte, der ihn noch an die Latte lenkte (33.).

Doch mitten in die Drangphase der Badener schlug "Paco" eiskalt zu und schockte sowohl den KSC, als auch Aue. Kurz nach der Pause wäre es beinahe sogar noch dicker gekommen.

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Pascal Testroet vergab zwar mehrere Chancen, steckte aber nicht auf, belohnte sich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte und half somit, das Spiel zu entscheiden.
Pascal Testroet vergab zwar mehrere Chancen, steckte aber nicht auf, belohnte sich in der Nachspielzeit der ersten Hälfte und half somit, das Spiel zu entscheiden.  © dpa/Uli Deck

Der auffällige Testroet fiel diesmal als umsichtiger Vorbereiter auf und bediente Startelf-Debütant und Ex-Dynamo Erich Berko, der das Leder aber am leeren Tor vorbeischoss - was für eine Gelegenheit (51.)!

Wenig später setzte der nächste, Cebio Soukou, auch ein Ex-Auer, seinen Versuch zu hoch an (58.). Nun waren es die Gäste, die Druck machten, ihre Gelegenheiten aber mitunter fahrlässig liegen ließen.

Das hätte sich beinahe gerächt. Doch KSC-Abwehrroutinier Gordon traf nur die Latte (73.), ehe doch noch die Entscheidung fiel: Erik Zengas eigentlich harmlose Flanke wollte Jerome Gondorf klären, traf das Leder aber nicht richtig und schädelte es links unten ein! Gersbeck war machtlos, 2:0 für Sandhausen (85.).

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Diesen Vorsprung brachte das Team von Alois Schwartz über die Zeit und hat nun 23 Punkte aus 21 Spielen bei 24:39 Toren gesammelt. Damit zog der SVS an Fortuna Düsseldorf vorbei und steht auf dem ersten Nichtabstiegsplatz 15. Aue hat durch dieses Ergebnis nun schon acht Zähler Rückstand zum rettenden Ufer.

Für Sandhausen geht es am kommenden Wochenende mit einem wahren Abstiegsgipfel weiter: Am Sonntag (13.30 Uhr) tritt man beim Schlusslicht FC Ingolstadt 04 an. Der KSC empfängt einen Tag zuvor den 1. FC Nürnberg.

Titelfoto: dpa/Uli Deck

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