Bittere Veilchen-Niederlage: Kiel schießt Aue aus dem Stadion!

Aue - Das Grubenlicht leuchtet Rot! Nach dem mehr als verdienten 0:3 (0:2) bei Holstein Kiel ist der FC Erzgebirge Aue auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht. Nach der erneut schwachen Leistung muss jetzt irgendetwas passieren, sonst ist der Kuchen im Erzgebirge zeitig gegessen. Das war nicht zweitligareif - Martin Männel ausgenommen.

Nach 29 Minuten schoss der Kieler Finn Porath das 1:0. Aue-Keeper Martin Männel (am Boden) konnte den Treffer nicht verhindern.
Nach 29 Minuten schoss der Kieler Finn Porath das 1:0. Aue-Keeper Martin Männel (am Boden) konnte den Treffer nicht verhindern.  © picture point/Sven Sonntag

Drei Großtaten von Männel, drei weitere Großchancen der Störche: Aue hätte höher als 0:2 zur Pause zurückliegen können.

Der FCE hatte zwar seine Phasen, aber wenn du deine Chancen (Sören Gonther/25.; Babacar Gueye/26. und 35.) nicht nutzt, ziehst du halt auch keinem den Zahn.

Zudem hatten die Gäste enorme Probleme in der Defensive, wenn Kiel schnell spielte - und das war nicht nur einmal der Fall. Vorne und hinten: Ungenügend!

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Das zeigten allein die Kieler Tore. Erst parierte Männel überragend gegen Fabian Reese. Der FCE hatte danach dreimal die Chancen, um die Kugel an den Hafen zu bolzen. Holstein blieb dran, Reese flankte, Finn Porath köpfte - 1:0 (29.).

Das zweite Gegentor war auf der einen Seite überragend gemacht vom früh eingewechselten Jan Fiete Arp, aber auf der anderen Seite bodenlos verteidigt.

Gonther köpfte eine Flanke genau auf den KSV-Stürmer. Der ließ dann ihn, Dimitrij Nazarov, Dirk Carlson und Patrick Strauß einfach stehen - 2:0 (37.).

So starteten Holstein Kiel und der FC Erzgebirge Aue ins Match

Ohne Aue-Keeper Martin Männel wäre das Kiel-Spiel ein Desaster geworden!

In der 37. Spielminute klingelte es bereits zum zweiten Mal für die Norddeutschen! Kiel-Mittelfeldspieler Joshua Mees (M.) freut sich nach seinem 2:0-Treffer gegen den FC Erzgebirge Aue.
In der 37. Spielminute klingelte es bereits zum zweiten Mal für die Norddeutschen! Kiel-Mittelfeldspieler Joshua Mees (M.) freut sich nach seinem 2:0-Treffer gegen den FC Erzgebirge Aue.  © picture point/Sven Sonntag

Mit Antonio Mance (für Anthony Barylla) und Sascha Härtel (für Gaetan Bussmann) kam in der zweiten Hälfte zwar mehr Leidenschaft in das Spiel, doch wirkliche Chancen sprangen nicht heraus.

Die Auer spielten die Bälle immer auf Gueye, der sie stets ablegte. Aber die Mitspieler rückten nicht nach. Das gefiel nicht, weil Kiel das zugegeben einfache Mittel durchschaute.

Holstein kam nur einmal wirklich in Gefahr, als Gueye (80.) einen Ball knapp am Pfosten vorbei setzte. Spielerisch war das ein Klassenunterschied. Was besonders der KSV bei Kontern zeigte, war eine Augenweide.

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Aber Aue ließ den Gastgeber auch. Wie beim 3:0 (81.): Der eingewechselte Lewis Holtby spielte einen Ball flach in den Lauf des mit ihm gekommenen Joshua Mees. Der lief einfach durch und lupfte die Kugel über Männel.

Aues Keeper, der zuvor noch dreimal klasse rettete, war hier machtlos. Ohne ihn wäre es ein Desaster geworden, 0:3 reicht aber auch schon.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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