Aue-Keeper Männel fordert Reaktion auf 3:8-Schmach: "Das darf so nicht stehen bleiben!"

Aue - Für den FC Erzgebirge Aue geht es am Sonntagnachmittag bei Fortuna Düsseldorf vor allem um zweierlei: Zum einen, nach der 3:8-Klatsche gegen Paderborn und der Trainerposse raus aus den Negativschlagzeilen zu kommen, und zum anderen die auch vom eigenen Anhang geforderte Reaktion zu zeigen.

Aues (Ex-?)Coach Dirk Schuster (53, l.) und Fortuna-Trainer Uwe Rösler (52) sind dicke Kumpel.
Aues (Ex-?)Coach Dirk Schuster (53, l.) und Fortuna-Trainer Uwe Rösler (52) sind dicke Kumpel.  © picture point/Sven Sonntag

"Wir haben richtig auf die Fresse bekommen und wollen die beiden restlichen Spiele gewinnen. Das sind wir jedem Einzelnen von uns, aber auch den Fans und dem Verein schuldig", findet Dimitrij Nazarov (31).

Der 31-jährige Mittelfeldspieler hatte Aue letzten Sonntag 2:0 in Führung geschossen und später das 3:4 erzielt. Abwenden konnte der Aserbaidschaner das Debakel damit nicht.

Dafür leistete sich die Hintermannschaft zu viele haarsträubende Fehler, wovon sich auch der sonst so zuverlässige Martin Männel (33) anstecken ließ. Von acht Gegentoren gingen drei mit auf seine Kappe, was das Fachblatt "Kicker" mit Note 5,5 quittierte.

Zum Vergleich: Im Schnitt kommt der 33-jährige Keeper auf eine Bewertung von 2,82, was gemeinsam mit Fürths David Raum (23) die drittbeste Bewertung unter allen Zweitliga-Profis bedeutet.

Aue-Kepper Martin Männel: "Wir müssen eine Reaktion zeigen"

Aue-Keeper Martin Männel (33) am Boden: Die Klatsche gegen Paderborn wurmt den Auer Keeper immer noch mächtig.
Aue-Keeper Martin Männel (33) am Boden: Die Klatsche gegen Paderborn wurmt den Auer Keeper immer noch mächtig.  © imago images/Eibner

"Wir müssen eine Reaktion zeigen. Das erwarten wir am allermeisten von uns selbst. Das darf so nicht stehen bleiben", fühlen sich Männel & Co. an der Ehre gepackt.

Die Eindrücke, die Interimscoach Marc Hensel (35) unter der Woche im Quarantäne-Trainingslager gewann, stimmen zuversichtlich. "Die Mannschaft hat sehr konzentriert und fokussiert trainiert, sodass wir gut vorbereitet sind. Es ist ein sehr positives Gefühl da", so Hensel.

Nun geht es darum, alles, was die Krankmeldung von Dirk Schuster (53) und Sascha Franz (47) tangiert, auszublenden. Wenngleich das nicht einfach ist. Angesichts des zu erwartenden und wie bei den Meyer-Brüdern in der Außendarstellung unglücklich eingeleiteten Trainerwechsels muss der FCE aufpassen, dass sein Trainerstuhl in der Branche nicht als Schleudersitz in Verruf gerät.

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FC Erzgebirge Aue Aue-Abwehrmann Steve Breitkreuz wechselt zu Zweitliga-Konkurrenten!

So zitiert die "Rheinische Post" den Trainer des Gegners am Sonntag, Uwe Rösler (52) zur Causa Schuster mit folgenden Worten: "Ich kenne ja das Umfeld da."

Zudem sagte Rösler: "Es ist ja bekannt, dass ich mit Dirk befreundet bin. Ich habe ihn aber jetzt noch nicht angerufen, um zu hören, was da los ist. Ich will mich erst einmal total auf das Spiel konzentrieren. Nächste Woche werden wir sicherlich die Zeit für einen Austausch finden."

Ob sie dann auch über einen Aue-Sieg am Sonntag sprechen werden?

Titelfoto: imago images/Eibner

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