Erfrischend, locker, präsent und gierig: Aufbruchstimmung bei den Veilchen

Aue - Der FC Erzgebirge Aue zieht! Erfrischend locker, doch zugleich auch sehr gierig, bis zur letzten Minute präsent und nicht lockerlassend, den Gegner zu Fehlern zwingen: Genauso zeigten sich die Veilchen im zweiten Test gegen Lok Leipzig (4:0).

Der gebürtige Leipziger und Ex-Zwickauer Alexander Sorge (29) ist begeistert vom Erzgebirge.
Der gebürtige Leipziger und Ex-Zwickauer Alexander Sorge (29) ist begeistert vom Erzgebirge.  © picture point/Sven Sonntag

Abseits suchten sie sofort die Nähe der Anhänger und gingen nach dem Ende jeder Halbzeit in die Kurve, um Beifall für den Support der 2625 Zuschauer zu klatschen.

"Das ist nicht selbstverständlich! Von daher ein riesiges Kompliment an den Anhang für diese Unterstützung. Hut ab!", zeigte sich Neuzugang Alexander Sorge (29) von der Kulisse begeistert.

Dem gebürtigen Leipziger und früheren RB-Spieler gab die Partie gegen Loksche den nötigen Kick. "Da war Prestige dabei. Das hat man auf den Rängen gemerkt, wo bisschen Anfeindungen dabei waren (Schmähgesänge der Fanlager/d. Red.). War geil zu spielen!", hat Sorge Lust auf mehr.

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"Wenn man merkt, wie laut es bei 2500 Zuschauern ist, lässt es sich kaum ausmalen, was für eine Energie herüberkommt, wenn das Stadion voll ist", so der 29-Jährige.

Selbstredend fördert das die Eingewöhnung für die bislang 15 Neuzugänge. Aue hat Bock auf sie und umgekehrt. Der Sonnabend zeugte von Aufbruchstimmung. Wer im Erzgebirgsstadion war, spürte, dass die neu formierte Mannschaft nicht für die Altschulden des Abstieges zu zahlen hat. Sie ist unbelastet, darf sich beweisen und ihre Sporen verdienen.

Hohe Erwartungen an die Mannschaft von Aue-Coach

Applaus für die Zuschauer: Schon beim Test gegen den Berliner AK bedankten sich die Veilchen auf dem Rasen für die Unterstützung auf den Rängen.
Applaus für die Zuschauer: Schon beim Test gegen den Berliner AK bedankten sich die Veilchen auf dem Rasen für die Unterstützung auf den Rängen.  © picture point/Sven Sonntag

Aue-Cheftrainer Timo Rost (43) zeigt sich mit dem gegenwärtigen Stand der Vorbereitung gleichfalls zufrieden: "Wir mussten sehen, dass wir nach zwei Wochen die nächsten Schritte in unserer Spielphilosophie gehen. Das haben die Jungs gut gemacht, besser als letzte Woche."

Die Elf, die er gegen Lok aufbot, wurde zur Pause komplett ausgetauscht. Auswirkungen auf die optische Überlegenheit hatte das nicht.

"Es tat der Dominanz keinen Abbruch. Ich habe immer wieder gesagt, bei mir gibt es nicht die erste Elf, sondern ich sehe das große Ganze, wo jeder Spieler wichtig ist. Das müssen sie begreifen und sich immer in dieser Spielphilosophie bewegen", so Rost.

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Diesen Prozess hat er vor zwei Wochen angestoßen - und er braucht seine Zeit: "Die Jungs müssen sich immer in dieser Philosophie bewegen und alles geben, was sie drin haben. Jeder Spieler hat die Aufgabe, sich jetzt in eine geistige und körperliche Verfassung für diesen kräftezehrenden Stil zu bringen."

"Von mir gibt es deswegen keine Deadline dafür, wer bis wann wie und wo zu spielen hat. Jeder Einsatz und jedes Training ist zu nutzen", fordert der Coach ein.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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