Aue-Coach Schuster übt Kritik: "Zu viel zugelassen!"

Aue - Beinahe hätte der FC Erzgebirge beim 4:1 gegen den Karlsruher SC ein Déjà-vu der St. Pauli-Partie (2:2) erlebt. Obwohl das Resultat letztendlich deutlich ausfiel, trieb das Spielgeschehen Coach Dirk Schuster (52) einige Schweißperlen auf die Stirn.

Klarer Sieg, aber FCE-Coach Dirk Schuster hatte dennoch einiges zu bemängeln.
Klarer Sieg, aber FCE-Coach Dirk Schuster hatte dennoch einiges zu bemängeln.  © picture point/Sven Sonntag

"Die Bedrohung für unser Tor hat sich von außen riesengroß angefühlt", meinte der 52-Jährige im Nachgang zu den offensiven Aktivitäten des KSC. "Sie haben gute Chancen liegen gelassen. Dazu wird in der zweiten Halbzeit ein Elfmeter zurückgenommen und ein Tor wegen hauchzarten Abseits'."

Hinzu kamen 66 Prozent Ballbesitz für die Gäste und 556 Pässe gegenüber nur 243 der Auer, was unterstreicht, dass Karlsruhe mehr vom Spiel hatte.

"Es stört mich, dass wir so viel zugelassen haben", so Schuster.

Bei den letztlich entscheidenden Werten, Schüsse aufs Tor (7:5) und Treffer (4:1) lagen seine Lila-Weißen aber vorn. Und das machte den Unterschied aus.

Schuster unzufrieden mit Gegentor

Philipp Zulechner (M.) hat zum 4:1 getroffen und wird von seinen Mitspielern bejubelt.
Philipp Zulechner (M.) hat zum 4:1 getroffen und wird von seinen Mitspielern bejubelt.  © picture point/Sven Sonntag

"Von hinten heraus haben wir gute Akzente gesetzt, aber auch zu viel zugelassen. Die Chancen hat sich Karlsruhe gut herausgespielt, aber es ist auch auf Fehlverhalten unsererseits zurückzuführen. Da werden wir in der Analyse hineingehen, wobei das mit einem Sieg bedeutend leichter fällt als nach dem 2:2 bei Sankt Pauli", liefert Schuster das Stichwort.

Am Sonntag hatte der FCE einen 2:0-Vorsprung noch hergegeben. Das diesmal zu vermeiden, war ein Aspekt der Halbzeitansprache. Schuster: "Wir haben gesagt, dass kein Millimeter zurückgewichen werden darf und wir reingehen, als würde es 0:0 stehen. Das hieß mutig auftreten und die Zweikämpfe beackern."

Das Ergebnis stellte sich mit dem 3:0 durch Pascal Testroet (30) ein. Für Beruhigung sorgte das aber (noch) nicht. "Weil das 3:1 kam", antwortet Schuster trocken. Erst sein später Joker Philipp Zulechner (30) machte alles klar.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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