Erzgebirge Aue droht bei Geisterspielen Millionen-Verlust

Aue - Keine Zuschauer bedeuten fehlende geplante Einnahmen. Diese simple Gleichung treibt FC Erzgebirge Aue-Geschäftsführer Michael Voigt (49) um.

Aue-Geschäftsführer Michael Voigt (49) rechnet mit einem hohen finanziellen Verlust durch Geisterspiele.
Aue-Geschäftsführer Michael Voigt (49) rechnet mit einem hohen finanziellen Verlust durch Geisterspiele.  © Picture Point / Gabor Krieg

Seit Beginn der Pandemie entgeht Aue bei jedem Heimspiel, das nicht voll ausgelastet wird, Geld. Wie viel hat TAG24 aufgeschlüsselt.

Bei ausverkauftem Stadion nimmt der FCE durch 14.500 Eintritts- sowie 1000 VIP-Karten rund 363.000 Euro ein. Dazu erhält der Klub eine Catering-Pauschale von 15.000 Euro und generiert anteilige Bandenwerbeeinnahmen in Höhe von 20.000 Euro sowie spieltagsbedingte Fanshop-Umsätze von 30.000 Euro. Macht zusammen 428.000 Euro.

"Während des coronabedingten Sonderspielbetriebs kamen wir zuletzt wenigstens auf die Hälfte der üblichen Einnahmen. Durch die von der Landesregierung angeordneten Geisterspiele entfallen auch diese, für uns überlebenswichtigen Erträge", meint Voigt.

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Die Begegnungen mit Darmstadt 98 (27.11.) und Dynamo Dresden (12.12.) finden vor leeren Rängen statt. "Kommt Nürnberg vor Weihnachten hinzu, sprechen wir von einer dreiviertel Million Euro, die uns wegbrechen", warnt Voigt. Gegenüber Volllast gehen gar über 1,2 (!) Mio. verlustig.

Voigt: "Nicht nur wir, sondern alle sächsischen Profivereine und auch der Amateurbereich sind bedroht. Ich fürchte, dass noch ein Jahr mit derartigen politischen Maßnahmen viele Vereine auf der Strecke bleiben lässt. Nicht nur im Fußball!"

Der Kumpelverein prüft bereits etwaige Regressansprüche.

Titelfoto: Picture Point / Gabor Krieg

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