Aue-Boss Leonhardt kritisiert Watzke: "Ich denke da völlig anders"

Aue - Präsident Helge Leonhardt vom FC Erzgebirge Aue hat die ablehnende Haltung von Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zu möglichen finanziellen Hilfen von größeren für kleinere Clubs in der Bundesliga kritisiert.
BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat sich viel Kritik eingehandelt. 
BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat sich viel Kritik eingehandelt.   © dpa/Roland Weihrauch

"Ich denke da völlig anders, weil ich anders erzogen wurde und schon in den letzten 20 Jahren drei große Krisen erlebt und soziale Verantwortung für viele Menschen habe. Und da ging es nicht um Fußballer, die Multimillionäre sind", sagte Leonhardt der "Leipziger Volkszeitung".

Watzke hatte in der ARD-Sportschau am Sonntag betont, dass Vereine auch Wirtschaftsunternehmer und Konkurrenten seien. 

"Und da muss man das sehr genau miteinander austarieren, was noch Wettbewerb ist und was kein Wettbewerb mehr ist", erklärte Watzke. 

"Am Ende können nicht die Clubs, die ein bisschen Polster angesetzt haben in den vergangenen Jahren, dann im Prinzip die Clubs, die das wiederum nicht gemacht haben, dafür auch noch belohnen."

Leonhardt hofft auf vernünftige Entscheidungen: "Es darf keine einschneidenden Verlierer geben, es darf keiner abgehängt werden. Weder in der Gesellschaft noch beim Sport."

FCE-Boss Helge Leonhardt kann die Aussagen seines Dortmunder Kollegen nicht nachvollziehen.
FCE-Boss Helge Leonhardt kann die Aussagen seines Dortmunder Kollegen nicht nachvollziehen.  © picture point/Sven Sonntag

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