Erzgebirge Aue in Kiel: Shpilevskis Veilchen dürfen sich nicht kleiner machen, als sie sind!

Aue - Der fünfte Spieltag steht an. Die Veilchen haben dreimal Remis gespielt, davon auswärts in Nürnberg und Schalke bei guten Kontrahenten. Dann kam die Heimpleite gegen Sandhausen, die gewiss am Selbstvertrauen nagt. Deshalb darf sich Aue am Samstag in Kiel aber nicht kleiner machen, als es ist.

FCE-Coach Aleksey Shpilevski (33, l., mit Co-Trainer Marc Hensel, 35) muss dafür sorgen, dass in Kiel eine selbstbewusste Auer Mannschaft auf dem Rasen steht.
FCE-Coach Aleksey Shpilevski (33, l., mit Co-Trainer Marc Hensel, 35) muss dafür sorgen, dass in Kiel eine selbstbewusste Auer Mannschaft auf dem Rasen steht.  © picture point/Sven Sonntag

Aber genau den Eindruck vermittelte die Pressekonferenz. Natürlich sei Kiel ein starker Gegner, "der vor drei Monaten noch um den Aufstieg in die Bundesliga gespielt hat", wie Trainer Aleksey Shpilevski (33) anmerkte.

Ja, die Störche haben jetzt Lewis Holtby (30). Ja, es wird auch "wie immer ein Gegner auf uns warten, der gegen uns gewinnen will", so Shpilevski. Wäre auch schlimm, wenn es nicht so wäre.

"Heimspiel, Erzgebirge Aue kommt, das kleine Erzgebirge. Deswegen sind sie auch der klare Favorit", ergänzte der Coach.

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Shpilevski hätte auch sagen können: Kiel hat daheim gegen Schalke und Regensburg mit 0:3 verloren. Schaffen die das, können auch die Veilchen dort siegen. Warum macht sich Aue so klein? Nur wegen der Niederlage gegen Sandhausen?

Gegen Kiel mit breiter Brust antreten

Klar, ärgerlich. Aber es waren nur Zentimeter, die beim Abseitstor von Dimitrij Nazarov (31) und beim 1:0 für Sandhausen, als viele zuvor den Ball im Seiten-Aus wähnten, über Wohl und Wehe entschieden. So läuft die Liga, sie ist stark, eng.

Bestehen kann nur der mit breiter Brust, der dem Gegner voller Selbstvertrauen mit dem Messer zwischen den Zähnen zeigt: Wir sind wer, wir verstecken uns nicht, wir holen hier etwas. Rausgehen, die Holsteiner Wiese umgraben, Dreck fressen, zeigen, dass der Wind heute von der falschen Seite kommt. Nur so geht's!

Aue hat die Qualität. Im Tor sowieso, aber auch in Abwehr, Mittelfeld und jetzt wohl auch im Sturm.

"Von der Mannschaft wird eine Reaktion kommen. Wir sind heiß, fokussiert, positiv eingestellt. Wir können das Sandhausen-Spiel nicht mehr ändern. Was wir ändern können, ist, ein anderes Spiel abzuliefern", so Shpilevski.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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