Aue-Pechvogel Gonther "gleicht" Nazarovs 1:0 aus: Männel sieht 5. Gelbe

Nürnberg - Der FC Erzgebirge wartet nach dem 1:1 (0:0) bei Absteiger 1. FC Nürnberg weiter auf den zweiten Auswärtssieg.

Dimitrij Nazarov (2.v.l.) von Aue jubelt über sein Tor zum 0:1 mit seinem Teamkollegen Florian Krüger
Dimitrij Nazarov (2.v.l.) von Aue jubelt über sein Tor zum 0:1 mit seinem Teamkollegen Florian Krüger  © Matthias Hangst/Getty Images Europe/Pool/dpa

Im gespenstisch leeren Max-Morlock-Stadion brachten sich die Gäste mit einem unglücklichen Eigentor selbst um mehr.

Coach Dirk Schuster entschied sich für exakt die gleiche Aufstellung, mit der der Re-Start gegen Sandhausen (3:1) gestaltet wurde.Aue fand gut hinein, stand kompakt und verschob clever. Bis zur 35. Spielminute gelang dem arg abstiegsbedrohten "Clubberern" nix. 

Dann ließ Adam Zrelak eine Eingabe von Tim Handwerker durch, sodass Hanno Behrens plötzlich völlig ungedeckt vor Männel stand. Der FCN-Kapitän stoppte die Eingabe und zog aus gut aus elf Metern ab (35.). 

Männel streckte sich und fischte die Abnahme aus dem rechten Eck. Damit war die Partie eröffnet. Auf der Gegenseite schaltete Jan Hochscheidt nach Fehlpass von Konstantinos Mavropanos blitzschnell um und schickte seinen Sturmpartner Krüger auf die Reise. 

Der ließ Mavropanos und Asger Sörensen mit starken Antritt stehen und schoss mit dem Linken hauchzart am rechten Pfosten vorbei (39.).

Nach Führung folgt das Eigentor

Bilder, die es nur während Coronazeiten gibt. Ein Mitarbeiter desinfiziert den Ball
Bilder, die es nur während Coronazeiten gibt. Ein Mitarbeiter desinfiziert den Ball  © Matthias Hangst/Getty Images Europe/Pool/dpa

Die Veilchen traten couragiert auf und belohnten sich kurz nach dem Seitenwechsel für ihren Einsatz. Krüger flankte mit der ersten Aktion im zweiten Durchgang von der linken Strafraumkante an den Torraum, wo Dimitrij Nazarov (51.) gefühlvoll einköpfte. 

Stark: "Dima" herzte danach Veilchen-Busfahrer Thomas Romeyke, der beim gestrigen Verkehrsunfall in Hartenstein durch sein gedankenschnelles Handeln Schlimmeres verhinderte. 

Aue hatte dem Club etwas zum Knaupeln gegeben, aber die Keller-Elf erholte sich schnell von diesem Rückschlag. Robin Hack vergab noch aus Nahdistanz das mögliche 1:1 (54.). Das besorgten die Gäste kurz darauf selbst, als Sören Gonther (61.) der Ball nach Ping-Pong-Aktion von Jacob Rasmussen und Clemens Fandrich vor die Füße fiel. 

Es war der letzte "Abschluss" von den Veilchen, die nochmal richtig tief durchatmen mussten, als Behrens per Seitfallzieher an die Latte traf (80.). Bitter: Martin Männel sah in der Nachspielzeit wegen Zeitspiels die fünfte Gelbe Karte und wird gegen Darmstadt fehlen.

Titelfoto: Matthias Hangst/Getty Images Europe/Pool/dpa

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