Erzgebirge Aue unterliegt Spitzenreiter Darmstadt im ersten Geisterspiel!

Aue - Der FC Erzgebirge Aue musste sich im ersten Corona-Geisterspiel der Saison Spitzenreiter SV Darmstadt 98 knapp mit 1:2 (0:0) geschlagen geben.

Aue-Mittelfeldmann Antonio Jonjic (l.), John Patrick Strauß (M.) und Darmstadt-Spieler Emir Karic vor leeren Rängen. Das Spiel fand wegen Corona ohne Zuschauer statt.
Aue-Mittelfeldmann Antonio Jonjic (l.), John Patrick Strauß (M.) und Darmstadt-Spieler Emir Karic vor leeren Rängen. Das Spiel fand wegen Corona ohne Zuschauer statt.  © Picture Point/Gabor Krieg

Gähnende Leere, wo sonst wohl über 7000 Zuschauer für ordentlich Stimmung gesorgt hätten. Eine ungewohnte Atmosphäre, mit der sich Darmstadt zunächst besser arrangierte.

Die Lilien benötigten gar nicht lange, um ihre ungeheure Offensivpower auf den Rasen zu bringen. Mathias Honsak legte von links quer an den Fünfmeterraum.

Sören Gonther wehrte im ersten Moment zurück nach außen ab, klärte damit aber nicht entscheidend, sodass Honsak den Ball nochmals scharf machen konnte.

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Diesmal bedrängte Torjäger Phillip Tietz Abwehrchef Gonther, der das Leder ins eigene Netz lenkte (12.). Glück für Aue: Der VAR kassierte den Treffer, da Tietz ein My Abseits stand.

Auf der Gegenseite verbuchte Antonio Jonjic nach Solo von Nicolas Kühn die beste Gelegenheit, als er mit seinem Flachschuss Darmstadts Keeper Marcel Schuhen zur Fußparade zwang (22.).

Die Lilien insgesamt aktiver, die Gastgeber, ohne ihre Zuschauer nicht energisch, aber defensiv solide.

Startelf vom FC Erzgebirge Aue gegen den SV Darmstadt

Anfangsformation des SV Darmstadt 98 beim FC Erzgebirge Aue

Antonio Jonjic verkürzt kurz vor Schluss für Erzgebirge Aue, doch das reicht nicht für ein Remis!

Torjubel beim SV Darmstadt nach dem Führungstreffer von Sturmriese Luca Pfeiffer (3.v.l.).
Torjubel beim SV Darmstadt nach dem Führungstreffer von Sturmriese Luca Pfeiffer (3.v.l.).  © Picture Point/Gabor Krieg

Erst mit dem Seitenwechsel investierte Aue mehr ins eigene Offensivspiel. Zunächst wirbelte Kühn die Abwehr mit schönem Solo auf der Außenbahn durcheinander (48.), dann schaltete sich Dirk Carlson mit in den Angriff ein und prüfte Schuhen aus rund zwölf Metern (49.).

Die Elf von Teamchef Marc Hensel stand höher, als noch in der ersten Halbzeit, musste aber weiterhin höllisch auf Darmstadts 22-Tore-Duo aus Tietz und Luca Pfeiffer aufpassen - was in der 62. Minute misslang.

Mit Doppelpass hebelten die zwei die komplette Abwehr aus und Pfeiffer blieb vor Männel cool - 0:1. Jetzt hatten die Hessen das Momentum auf ihrer Seite. Aaron Seydel lief sich frei, bekam das Zuspiel von Matthias Bader - 0:2 (75.).

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Kurz darauf fällt fast das dritte Gegentor, wenn bei Seydels Schuss der Pfosten nicht im Weg steht. Darmstadt wähnte sich auf dem Weg - und wurde hinten nachlässig.

Jonjic nutzte das aus und machte es doch nochmal spannend - 1:2 (85.). Die große Schlussoffensive blieb aber aus. Mit Fans im Rücken wäre das vielleicht anders gewesen.

Titelfoto: Picture Point/Gabor Krieg

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