Es bleibt bei zehn Auer Neuzugängen: Bis jetzt nur Messeguem ein Volltreffer!

Aue - Wie von Trainer Aleksey Shpilevski (33) angekündigt, hat der FC Erzgebirge Aue den letzten Tag der Transferperiode verstreichen lassen. Es kommt kein Neuzugang mehr dazu. Mit Antonio Mance (26) in der Vorwoche war Schluss. Zeit, um die Neuen genauer unter die Lupe zu nehmen. Wer hat eingeschlagen, wer nicht?

Bisher der stabilste und beste der insgesamt zehn Neuzugänge: Soufiane Messeguem (20).
Bisher der stabilste und beste der insgesamt zehn Neuzugänge: Soufiane Messeguem (20).  © picture point/Sven Sonntag

Einer fehlt, dann wäre es eine komplette Mannschaft geworden. Zehn Spieler haben die Veilchen geholt. Blickt man auf die ersten sechs Pflichtspiele (inklusive DFB-Pokal) fällt das Fazit allerdings geteilt aus. Nicht alle konnten sich etablieren.

War das bei Keeper Tim Knips (20, kam aus Düdelingen) als Nummer 3 von vornherein klar, hatten sich einige sicher mehr erhofft.

Die Erwartungen erfüllen konnte Soufiane Messeguem (20, "U19" Wolfsburg). Er bestritt alle Spiele, deutete sein Talent oft an. Er wird eine Verstärkung werden. Der einzige richtige Volltreffer - Stand jetzt!

Wegen Pyrotechnik im Fanblock: FC Erzgebirge Aue muss blechen
FC Erzgebirge Aue Wegen Pyrotechnik im Fanblock: FC Erzgebirge Aue muss blechen

Schaffen können das auch Anthony Barylla (24, Saarbrücken), Babacar Gueye (26) und Dirk Carlson (23, beide Karlsruhe). Barylla kam ebenfalls immer zum Einsatz, musste aber gerade in Kiel viel, viel Lehrgeld zahlen. Auch, weil er nicht auf seiner Position spielte. Geholt als rechter Abwehrspieler, läuft er derzeit im linken Mittelfeld auf.

Gute Ansätze zeigte Gueye, der gegen Sandhausen zum zwischenzeitlichen 1:1 traf. Ihm fehlt noch die Bindung, was gerade in Kiel zu sehen war. Er hatte in jedem seiner vier Spiele seine Chancen. Das lässt hoffen, wenn er noch kaltschnäuziger wird.

Nicht gänzlich enttäuscht hat Carlson. Gerade in den ersten drei Punktspielen stand er stabil, Sandhausen und Kiel zeigten ihm aber die Grenzen auf. Aber das war nicht nur bei ihm so.

Babacar Gueye (26, M.) bei seinem ersten Saisontreffer für Aue. Er köpfte das zwischenzeitliche 1:1 daheim gegen Sandhausen.
Babacar Gueye (26, M.) bei seinem ersten Saisontreffer für Aue. Er köpfte das zwischenzeitliche 1:1 daheim gegen Sandhausen.  © dpa/Hendrik Schmidt

Und wie sieht es mit den anderen Neuzugängen aus?

Anthony Barylla (24, r., gegen Nürnbergs Mats Möller-Daehli (26)) spielte immer, kam aber zuletzt im linken Mittelfeld zum Einsatz - nicht seine Position.
Anthony Barylla (24, r., gegen Nürnbergs Mats Möller-Daehli (26)) spielte immer, kam aber zuletzt im linken Mittelfeld zum Einsatz - nicht seine Position.  © picture point/Sven Sonntag

Alle anderen spielen zurzeit gar keine Rolle oder nur eine Nebenrolle. Ramzi Ferjani (20, Nitra) kickte noch keine Sekunde, schaffte es nur dreimal überhaupt in den Kader.

Sam Schreck (22, Groningen) spielte 45 Minuten im Pokal und 27 gegen St. Pauli. Er wurde als Offensivtalent gepriesen, der Beweis fehlt noch.

Gleiches trifft auf Omar Sijaric (19) zu. Er war zwar in allen Spielen am Start, fiel aber überhaupt nicht auf. Nicht zu bewerten sind Nicolas Kühn (21, "U23" Bayern) und Antonio Mance (26, Osijek).

Eingeplantes Risiko in Aue! Aber versteht "Bäcker" Shpilevski sein Handwerk?
FC Erzgebirge Aue Eingeplantes Risiko in Aue! Aber versteht "Bäcker" Shpilevski sein Handwerk?

Kühn spielte beim 0:0 zum Auftakt in Nürnberg ordentlich, fiel dann mit einer Oberschenkel-Verletzung aus - bis jetzt.

Mances Ansätze in Kiel waren zumindest okay.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

Mehr zum Thema FC Erzgebirge Aue: