Aue-Coach Schuster vermisst "absolute Gier"!

Aue - Nicht ansehnlich, dafür erfolgreich: Das galt beim 1:0 gegen Karlsruhe. Purer Ergebnisfußball. Auf St. Pauli (1:2) setzte Aue auf die spielerische Linie und bekam die Quittung. Verkehrte Welt. Gegen Bochum (1:2) dasselbe Bild.

FCE-Coach Dirk Schuster lobt den Kampfgeist seiner Jungs, findet aber auch kritische Worte.
FCE-Coach Dirk Schuster lobt den Kampfgeist seiner Jungs, findet aber auch kritische Worte.  © picture point/Sven Sonntag

Am Mittwoch ging's für beide Teams nur noch um die goldene Ananas. Die Platzverweise gegen Louis Samson und Bochums Milos Pantovic, dazu die Kopfplatzwunde bei Christoph Daferner sagten aber etwas anderes aus.

"Man kann dem Team keinesfalls fehlenden Einsatz vorwerfen. Beide Spiele zuletzt waren absolut ordentlich, bis auf die Ergebnisse. Wir waren sehr offensiv in der Ausrichtung mit vielen Torschüssen, hatten beide Male klar mehr Abschlüsse als der Gegner", lobt Coach Dirk Schuster. 

Etwas wurmt ihn dennoch: "Wir haben aus unseren Chancen zu wenig gemacht und auch im eigenen Strafraum die absolute Gier etwas vermissen lassen."

Zumindest zuhause wäre das vor Publikum sicher anders gewesen. Von 16 Heimspielen gingen nur drei verloren, davon zwei in den vier Heim-Geisterspielen. 

Aue-Trainer Schuster: "Ich habe immer gesagt, dass uns die Fans fehlen werden"

Schuster: "Ich habe immer gesagt, dass uns die Fans fehlen werden. Das ist ein Faustpfand – zumal hier die Symbiose aus Mannschaft und Fans wirklich gelebt wird. Daher tut uns das schon weh, wobei wir das nicht als Ausrede nutzen wollen."

Durch die leeren Ränge bleibt auch das Feedback aus, sei es durch Beifall oder Buhrufe. Wie hält man da das Ohr an der Masse - abgesehen von Facebook & Co., wo aber Schwarz-Weiß-Denken überwiegt? 

"Ich bekomme zum Beispiel beim Einkaufen immer mal wieder Resonanz von unseren Fans", berichtet Schuster. Er nehme sich dann Zeit fürs direkte Gespräch. 

"Ich empfinde das als sehr angenehm und hilfreich. Merke, dass ein Großteil der Fans absolut realistisch denkt und weiß, dass jedes Jahr 2. Liga großartig für den Verein und die Region ist. Dass man sich freut, dieses Ziel dieses Jahr schon früher erreicht zu haben. Natürlich ist nach Niederlagen auch mal Unzufriedenheit da - aber darüber ärgern wir uns selbst am meisten."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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