Kriegt der FC Erzgebirge Aue das Flattern?

Aue - Ist der FC Erzgebirge durch die letzten Jahre derart auf Abstiegskampf geeicht, dass er gar nicht mehr anders kann? 

Da schlägt's ein im Auer Tor! Calogero Rizzuto (vorn, unten) hat den Ball beim Rettungsversuch in die eigenen Maschen gesetzt.
Da schlägt's ein im Auer Tor! Calogero Rizzuto (vorn, unten) hat den Ball beim Rettungsversuch in die eigenen Maschen gesetzt.  © DPA/Tom Weller

Schlimm wär's! Der Re-Start-Sieg gegen Sandhausen (3:1) hievte die Lila-Weißen auf 37 Punkte und gab ihnen acht Matchbälle an die Hand, um über die ominöse 40-Punkte-Marke zu hüpfen. Der erste gegen Nürnberg (1:1) brachte einen Zähler ein. Der nächste gegen Darmstadt (1:3) ging deutlich ins Aus. Der jetzt in Heidenheim (0:3) genauso.

"Wir haben es dem Gegner teilweise zu einfach gemacht, gerade bei den Gegentoren, wo wir nicht konsequent genug verteidigt haben", haderte Kapitän Martin Männel. Pariert er in der 24. Spielminute nicht den Elfmeter von Marc Schnatterer, steht Aue schon zur Pause auf verlorenem Posten.

Männel: "Der Elfer war unstrittig. Im Moment danach denkt man, das Spiel ist wieder auf unserer Seite." Die Gastgeber belehrten ihn eines Besseren. Sie blieben dran und drängten auf die letztlich überfällige Führung. 

"Wir bekommen in der zweiten Halbzeit relativ schnell das Gegentor", kam Männel auf das Eigentor von Calogero Rizzuto nur drei Minuten nach Wiederanpfiff zu sprechen. Zuvor hatte er noch den direkten Einschlag verhindert. 

"Leider haben wir es nicht geschafft, aus unseren Szenen Kapital zu schlagen."

Konstantin Kerschbaumer (r.) trifft per Flugkopfball zum 2:0.
Konstantin Kerschbaumer (r.) trifft per Flugkopfball zum 2:0.  © picture point/Sven Sonntag
Zwei Trainer, die sich gut kennen und verstehen: FCH-Coach Frank Schmidt (l.) und Dirk Schuster vom FCE.
Zwei Trainer, die sich gut kennen und verstehen: FCH-Coach Frank Schmidt (l.) und Dirk Schuster vom FCE.  © picture point/Sven Sonntag

Aue-Boss Leonhardt: "Uns fehlt das ständige Agieren"

Bekommen die Veilchen kurz vor dem Zielstrich Nervenflattern - so wie vor zwei Jahren? Da gelang nach dem 29. Spieltag - bei 39 Punkten wohlgemerkt (!) - nur ein Remis, ein 0:0 am vorletzten Spieltag gegen Dynamo Dresden

Der Rest ging komplett in die Binsen und der Klassenerhalt wurde erst über die Relegation gesichert. Und das gegen den Karlsruher SC - den nächsten Gegner.

Klubchef Helge Leonhardt weiß, was am Sonntag auf dem Spiel steht - und was in seinen Augen besser werden muss: "Uns fehlt das ständige Agieren. Nur mit Reagieren und Verteidigen ist es nicht getan. Dadurch sind wir für unsere Gegner leicht auszurechnen und können nicht gewinnen!"

"Was uns abgeht, ist die Torgefahr und Chancen zu kreieren, wie wir es in den Heimspielen gegen Dresden oder Nürnberg vorgemacht haben. Doch nur so gewinnst du Spiele!"

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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