Ab 1. September wieder Fans im Aue-Stadion? "Das ist ein gutes Signal!"

Aue - Fußball mit Fans, das wünschen sich alle. Und es könnte mit Saisonbeginn am 18. September wahr werden. Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) stellt in Aussicht, dass es ab 1. September wieder so weit sein könnte - aber mit großen Einschränkungen. Ein volles Stadion wird auch der FC Erzgebirge noch nicht wieder haben, denn von auswärts dürfen wohl keine Zuschauer kommen.

So voll besetzt wie hier am 29. Februar beim 3:0-Sieg gegen den Hamburger SV darf das Erzgebirgsstadion zum Start der neuen Saison Mitte September definitiv noch nicht wieder sein, aber eine 50-prozentige Auslastung scheint denkbar (Archivbild).
So voll besetzt wie hier am 29. Februar beim 3:0-Sieg gegen den Hamburger SV darf das Erzgebirgsstadion zum Start der neuen Saison Mitte September definitiv noch nicht wieder sein, aber eine 50-prozentige Auslastung scheint denkbar (Archivbild).  © picture point/Sven Sonntag

"Mich hat die Meldung von Frau Köpping positiv überrascht", sagt FCE-Geschäftsführer Michael Voigt. "Dass wir eventuell ab September wieder mit Zuschauern spielen dürfen, ist ein gutes Signal."

Nicht nur was die Stimmung betrifft, sondern auch finanziell. Wegen der Geisterspiele waren die Zuschauereinnahmen zuletzt komplett weggebrochen, was ein großes Loch in die Veilchen-Kasse gerissen hat. Da würde natürlich jeder Euro helfen.

"Es wäre der erste Schritt zur Normalität. Man hat gemerkt: Ohne Zuschauer hat zwar das Spiel auf dem Platz stattgefunden, aber es waren keine Emotionen vorhanden, nichts, was den Fußball ausmacht. Wir brauchen die Fans, die Unterstützung", so Voigt.

Derzeit, so der 47-Jährige, erstellt die DFL ein ganzheitliches Hygienekonzept, wie Fußball mit Fans in allen Bundesländern aussehen soll bzw. könnte. 

Die Sprache ist immer wieder von einer 50-prozentigen Auslastung. Das wären in Aue 7500 Fans. Ob nur Sitz- oder auch Stehplätze zugelassen sind, ist noch völlig offen.

Offenbar vorerst keine Auswärtsfans

FCE-Geschäftsführer Michael Voigt freut sich auf Aue-Fans im Stadion (Archivbild).
FCE-Geschäftsführer Michael Voigt freut sich auf Aue-Fans im Stadion (Archivbild).  © picture point/Sven Sonntag

Voigt: "Stand jetzt ist es wohl so, dass keine Auswärtsfans ins Stadion dürfen. Aber da ist, hoffe ich, das letzte Wort auch noch nicht gesprochen. Da kann sich noch einiges ändern, hängt ja aber natürlich in erster Linie davon ab, wie sich die Corona-Zahlen entwickeln."

Was Voigt nicht hofft, aber durchaus im Bereich des Möglichen liegt, ist folgendes Szenario: In Sachsen darf mit Fans gespielt werden, in Bayern nicht. Aue spielt vor 7500 Fans, Regensburg vor null. 

Ähnlich war es ja schon vor dem Re-Start mit den Trainingsbedingungen. Die einen durften eher wieder üben als die anderen. Jedes Bundesland hatte andere Regeln.

"Natürlich könnte das passieren. Aber ich hoffe, dass die DFL ein so überzeugendes Konzept vorlegt, dass jedes Bundesland mitzieht. Sonst weiß ich ganz ehrlich gesagt auch nicht, wie das ablaufen soll", zuckt Voigt mit den Schultern.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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