Aue-Abwehrmann Steve Breitkreuz: Seine Stärke ist die Flexibilität

Aue - Die strittigste Szene im Duell des FC Erzgebirge Aue mit dem SC Paderborn (1:2) spielte bei den Trainer- und TV-Analysen nach der Partie keine Rolle. Überraschend!

Die strittige Szene des Auer Spiels in Paderborn: Florian Krüger (r.) wird von Johannes Dörfler gefoult. Eine Notbremse und Rot - aber die Pfeife der Schiedsrichters blieb stumm.
Die strittige Szene des Auer Spiels in Paderborn: Florian Krüger (r.) wird von Johannes Dörfler gefoult. Eine Notbremse und Rot - aber die Pfeife der Schiedsrichters blieb stumm.  © picture point/Sven Sonntag

Florian Krüger (21) war in der 28. Minute nach Klassepass von Pascal Testroet (30) in die Tiefe gestartet und wurde an der Strafraumgrenze vom Ex-Zwickauer Johannes Dörfler (24) zu Fall gebracht. Die Pfeife von Schiri Martin Thomsen (35) blieb stumm.

Wäre der Pfiff ertönt, hätte der Referee den Verteidiger wegen Notbremse mit glatt Rot vom Feld schicken und auf Strafstoß entscheiden müssen.

Aues Abwehrmann Steve Breitkreuz (28) erinnert sich nach dem Abpfiff an genau diese Szene. "Einen Tag zuvor in der Bundesliga wurde bei ähnlichen Situationen mehrfach auf Strafstoß entschieden. Hier wurde nicht mal das Foul gepfiffen", ärgerte sich der Rechtsverteidiger - zu Recht!

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Den Veilchen wurde die Chance genommen, mit einer Führung und in Überzahl in die zweite Halbzeit zu gehen.

"Wir wollen uns nicht an dieser Szene aufhängen. Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Von den Torchancen her geht der Sieg für Paderborn in Ordnung", ergänzte der 28-Jährige.

Tolles Passspiel, technisch top, schnell und sehr flexibel - das ist Aues Verteidiger Steve Breitkreuz.
Tolles Passspiel, technisch top, schnell und sehr flexibel - das ist Aues Verteidiger Steve Breitkreuz.  © picture point/Sven Sonntag

FCE-Coach Schuster: "Steve hat vom taktischen Verhalten her viel auf den Kasten"

Für Aue-Trainer Dirk Schuster ist die Flexibilität von Breitkreuz ein großer Vorteil.
Für Aue-Trainer Dirk Schuster ist die Flexibilität von Breitkreuz ein großer Vorteil.  © picture point/Sven Sonntag

Breitkreuz ist mit dem FC Erzgebirge bereits in die Vorbereitung auf das nächste Zweitligaspiel gestartet. Das steigt am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf. Breitkreuz wird dann erneut in der Abwehr seinen Mann stehen.

Am 21. Oktober hatte er nach langer Verletzungspause sein Comeback gefeiert. Seitdem ist er im System von Trainer Dirk Schuster (53) eine feste Größe. Der Fußball-Lehrer lobt: "Steve hat vom taktischen Verhalten her viel auf den Kasten. Er verfügt über ein sehr gutes Passspiel, ist technisch gut geschult und bringt eine gute Schnelligkeit mit."

Außerdem von großem Vorteil: die Flexibilität von Breitkreuz. In der Innenverteidigung führt aktuell an Florian Ballas (28) und Sören Gonther (34) kein Weg vorbei. Schuster setzt den gebürtigen Berliner deshalb seit Wochen als Außenverteidiger ein.

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"Steve kann außen und zentral spielen. Diese taktische Flexibilität können wir nutzen, wenn wir während des Spiels von Vierer- auf Dreierkette umstellen wollen. Das ist definitiv eine Sache, die für Steve spricht", betont Schuster: "So erhöhen und verschärfen wir den Konkurrenzkampf auf mehreren Positionen und können die Trainingsqualität extrem hochhalten."

Das Ergebnis: stolze 22 Punkte, Platz sieben nach 15 Spieltagen. Die nächsten Zähler sollen gegen den Bundesliga-Absteiger vom Rhein her!

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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