FC Erzgebirge Aue: Lieblings-Pole "Jusko" ist kein vergessener Held!

Aue - Andrzej Juskowiak wechselt zum FC Erzgebirge Aue! Einen solchen Coup hätte Klubboss Helge Leonhardt im Sommer auch gerne vermeldet.

Am 20. Mai 2007 hieß es Abschiednehmen aus Aue. Andrzej Juskowiak ging nach dem 2:2 gegen 1860 München mit seinem Sohn Jan auf den Schultern auf eine Ehrenrunde.
Am 20. Mai 2007 hieß es Abschiednehmen aus Aue. Andrzej Juskowiak ging nach dem 2:2 gegen 1860 München mit seinem Sohn Jan auf den Schultern auf eine Ehrenrunde.  © picture point/Sven Sonntag

Nur ist dieser Transfer über 17 Jahre her, wird im Januar 2022 quasi volljährig.

Im Erzgebirge haben sie ihren "Jusko" nie vergessen. Zu deutlich die Spuren, die der sympathische Pole in dreieinhalb Spielzeiten hinterließ. 

Zu wichtig seine 33 Tore und 13 Vorlagen in 110 Zweitliga-Einsätzen, die dazu beitrugen den Frischling FCE vom Nobody zum arrivierten Club im Konzert der 36 Besten in 1. und 2. Liga zu machen.

Dass es um den Jahreswechsel 2003/04 soweit kam, war eine glückliche Fügung des Schicksals, wie Juskowiak anlässlich seines 50. Geburtstags am Dienstag voriger Woche - TAG24 gratuliert nachträglich recht herzlich - gegenüber Olaf Seifert vom "Veilchenecho" verriet. 

"Ich wollte wieder in Europa spielen, egal wo. Am liebsten nicht zu weit weg von Polen und der Familie."

"Die Mannschaft brauchte einen erfahrenen Spieler, der führte und kämpfte. Das reizte mich"

Fast auf den Tag genau 14 Jahre her: am 12. November traf Andrzej Juskowiak (l.) zum 3:1 gegen Carl Zeiss Jena - es war eins seiner 33 Zweitliga-Tore für den FCE. Foto: Picture Point/Sven Sonntag
Fast auf den Tag genau 14 Jahre her: am 12. November traf Andrzej Juskowiak (l.) zum 3:1 gegen Carl Zeiss Jena - es war eins seiner 33 Zweitliga-Tore für den FCE. Foto: Picture Point/Sven Sonntag  © picture point/Sven Sonntag

Über Borussia Mönchengladbach, VfL Wolfsburg und Energie Cottbus kam der gebürtige Pole im gereiften Fußballalter im Juli 2003 zu den New York Metrostars, wo zuvor Lothar Matthäus oder Youri Djorkaeff ihre Visitenkarte abgaben.

Glamour und Glitzer des "Big Apple" hielten ihn nur ein halbes Jahr. Wie das "Veilchenecho" berichtet, suchte Juskowiaks Berater zunächst den Kontakt zu Bayer Leverkusen. Der Angreifer flog auch zu Testspielen nach Spanien, wo sich zeitgleich die Lila-Weißen vorbereiteten. Als es mit Bayer nicht so recht klappte, ergab sich ein Einsatz beim FCE.

"Ich spielte mit den Veilchen gegen Leverkusen, habe auch ein Tor geschossen. Ich überlegte eine Weile, denn wenn ich etwas mache, dann zu hundert Prozent. Mit Gerd Schädlich gab es einen Trainer, der in Aue sehr gute Arbeit leistete und alles im Griff hatte. Aber die Mannschaft war aufgestiegen, sie brauchte einen erfahrenen Spieler, der führte und kämpfte. Das reizte mich", blickt Juskowiak zurück.

Er warf in die Waagschale, was er konnte, galt vielleicht nicht als Laufwunder, aber irgendwo heiligt dann auch der Zweck die Mittel. 

"Ein erfahrener Spieler ist nicht dazu da, viel zu laufen, er muss wissen, wo er steht", bringt es Juskowiak auf den Punkt.

Natürlich gelang ihm zum Abschied noch ein Treffer beim 2:2 gegen die Löwen: Andrzej Juskowiak.
Natürlich gelang ihm zum Abschied noch ein Treffer beim 2:2 gegen die Löwen: Andrzej Juskowiak.  © picture point/Sven Sonntag
Anlässlich seines 50. Geburtstags am 3. November traf sich das "Veilchenecho" mit Andrzei Juskowiak zu einem Interview.
Anlässlich seines 50. Geburtstags am 3. November traf sich das "Veilchenecho" mit Andrzei Juskowiak zu einem Interview.  © Steffen Colditz

Heute arbeitet das Ex-Veilchen unter anderem in Polen als TV-Experte sowie als Scout.

Titelfoto: Steffen Colditz

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