Aue-Boss Leonhardt hat große Sorgen

Aue - "Corona - Aktuelle Mitteillung! Persönlich. Es geht um Ehre, Charakter, Eid und unsere Wismut-DNA ⚒⚒⚒". Mehr brauchte es nicht, um zu verdeutlichen, dass FCE-Boss Helge Leonhardt etwas auf dem Herzen hat.

Clubchef Helge Leonhardt ruft für den FC Erzgebirge die ”Alarmstufe Rot" aus (Archivbild).
Clubchef Helge Leonhardt ruft für den FC Erzgebirge die ”Alarmstufe Rot" aus (Archivbild).  © PICTURE POINT / S. Sonntag

"Liebe Freunde, Mitarbeiter und Mitstreiter. Ich mache mir große Sorgen. Alle bangen um ihre Gesundheit und dazu noch um ihre Existenz. Wenn Bundesminister Spahn sagt, dass der jetzige Zustand die Ruhe vor dem Sturm ist, dann machen wir uns alle Sorgen in nie gekannter Weise", führt der Klubpatriarch aus und stellt fest: 

"Diese Aussage der Regierung zwingt mich dazu, dass ich die Alarmstufe Rot Ausrufe, für alle unsere Firmen, die ich mit meinem Bruder Uwe besitze und auch für unseren geliebten Fußballclub."

Für Leonhardt geht es um nix Geringeres als die Gesundheit und wirtschaftliche Überlebensfähigkeit: "Eigene Ansprüche sind sofort zurückzustellen. Die Gesellschaft steht im Vordergrund. Solange es noch Verwundete und Leichen gibt, die im Sturm ja brutal zunehmen, müssen wir alles zurückstellen und aktiv mitwirken, um den aktuellen Zustand zu überwinden."

Das zieht einschneidende Maßnahmen nach sich. So wurde der komplette FC Erzgebirge, inklusive Lizenzspielerabteilung in Kurzarbeit geschickt. "Wir müssen jetzt mit aller Härte zusammenstehen, sonst nehmen wir einen Schaden in noch nie gekanntem Ausmaß. Der unsichtbare Feind ist nach wie vor nicht identifiziert und er greift uns an, ohne das wir ihn offen eliminieren können", bezieht sich Leonhardt auf das Corona-Virus.

"Es kann zur Kernschmelze kommen - in jedem Bereich. Und dann wird nichts mehr so sein, wie es war, was wahrlich keiner will, zu allerletzt die ehrlichen Menschen, die täglich ihren Job machen, unter einfachen Bedingungen und malochen. Lasst und kämpfen, eigene Ansprüche zurückstellen und zu Gott beten!", so Leonhardt.

FCE-Boss Leonhardt: "Es geht ums Überleben!"

Der eindringliche Appell hallt gerade noch nach, als der FCE-Boss nachlegt: "Nehmt meinen Aufruf ernst und kämpft ums Überleben, denn es geht tatsächlich ums Überleben, mit einer Basis des Neuanfangs, wenn wir den Feind besiegt haben. Die Krise wird brutal, tausende Arbeitsplätze vernichten und menschliche Tragödien auslösen." Was Zuversicht spendet? "Meine Hoffnung liegt in unserer Herkunft, dem Bergbau, der ehrlichen, harten Arbeit unserer Eltern und Großeltern - und der von uns selbst. 

Diese Wurzeln, die viel beschriebene Wismut-DNA, werden uns überleben lassen, weil wir danach handeln. Sollte die Kernschmelze doch eintreten, werden wir auch wieder im Dreck anfangen, wie 1946", bezieht sich Leonhardt auf das Gründungsjahr vom Wismut-Fußball in Aue.

"Gerade da zeigen sich Charakter und Mentalität. Und ich werde gerade da auf der Kommandobrücke stehen bleiben. Es geht um Ehre, Eid und um unsere DNA", schließt der 61-Jährige seinen Appell ab.

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Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

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