Aue-Coach Dirk Schuster in Spendierlaune: Eine Torte und zweieinhalb Tage frei

Aue - Es hat bis zum 22. Spieltag gedauert, doch nun hat der FC Erzgebirge Aue mit dem VfL Bochum das erste Mal einen Spitzenklub geschlagen. Cheftrainer Dirk Schuster (53) wartete danach mit einer großzügigen Belohnung für seine Veilchen auf.

Der Heimsieg gegen den VfL Bochum zauberte FCE-Coach Dirk Schuster (53) ein Lächeln aufs Gesicht.
Der Heimsieg gegen den VfL Bochum zauberte FCE-Coach Dirk Schuster (53) ein Lächeln aufs Gesicht.  © imago images/Fotostand

"Ich bin stolz auf die Leistung meiner Mannschaft. Sie hat sich den Sieg verdient durch eine sehr hohe Intensität, viel Kampfkraft und Leidenschaft. Dafür bekommt sie zweieinhalb Tage frei", zeigte sich Schuster Freitagabend spendabel. Vor dem Spiel hatte der 53-Jährige seinem Keeper Martin Männel (32) bereits anlässlich dessen Rekordspiel eine Torte überreicht.

Nun wurden auch die anderen Veilchen beschenkt. Am Samstag ging es nochmal zum Auslaufen und ab dem Mittag begann für jeden die willkommene Verschnaufpause. Die braucht es auch, denn die letzten Wochen waren sehr intensiv!

Mit Philipp Riese (31, Wadenbeinbruch), Malcolm Cacutalua (26, Knieprobleme) und Fabian Kalig (27, Knorpelschaden im Knie) fehlen drei Optionen für die erste Elf langfristig, Florian Ballas (28, Muskelfaserriss) kurzfristig.

Steve Breitkreuz (28) brummte gegen Bochum seine Gelb-Rot-Sperre ab und Pascal Testroet (30) kam nach überstandener Erkältung nur in der Schlussviertelstunde zum Zug.

Leistungsträger des FC Erzgebirge Aue werden mehr belastet

Der Sieg gegen Bochum hat sich für die Auer Veilchen gelohnt.
Der Sieg gegen Bochum hat sich für die Auer Veilchen gelohnt.  © Picture Point/Roger Petzsche

Da der Kumpelverein mit 27 Mann ohnehin schon über einen für die 2. Liga verhältnismäßig kleinen Kader verfügt, schmälert das große Lazarett für Schuster die Möglichkeiten, im Startaufgebot zu rotieren, und erhöht unweigerlich die Belastung für die Leistungsträger.

Dass diese dann in einer Partie wie der vom Freitag der Intensität Tribut zollen und ab der 75. Minute gefühlt auf der letzten Rille gehen, ist verständlich. "Wir konnten die Konter nicht mehr so effektiv ausspielen, weil unsere Offensive viele Wege nach hinten gehen musste", übte Schuster Nachsicht.

Ben Zolinski (38./58.) und Florian Krüger (57.) hätten mit ihren Chancen zum möglichen 2:0 der Partie schon früher den Stecker ziehen und dem FCE Körner sparen können, aber scheiterten an VfL-Keeper Manuel Riemann (32) oder verpassten knapp.

Nun haben sie die Zeit, um ihr Visier neu einzustellen.

Titelfoto: Picture Point/Roger Petzsche, imago images/Fotostand

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