Mehr als ein Drittel an Fans möglich! Aue, Dresden und Zwickau erstellen Hygienekonzepte

Aue/Dresden/Zwickau - Fußball mit Zuschauern - die Vereine sehnen sich danach, die Fans erst recht. Schon mit Start in die neue Saison der 2. und 3. Liga am 18. September könnte es zumindest teilweise so werden. Erzgebirge Aue, Dynamo Dresden und der FSV Zwickau arbeiten gerade an Hygienekonzepten. Etwas mehr als ein Drittel der eigentlichen Kapazität dürften die Vereine in ihren Arenen zulassen.

So leer wie vor dem Punktspiel beim Re-Start gegen den SV Sandhausen könnte das Erzgebirgsstadion ab September nicht mehr werden. Bis zu 5362 Zuschauer dürften die Veilchen Stand jetzt zulassen.
So leer wie vor dem Punktspiel beim Re-Start gegen den SV Sandhausen könnte das Erzgebirgsstadion ab September nicht mehr werden. Bis zu 5362 Zuschauer dürften die Veilchen Stand jetzt zulassen.  © Thomas Nahrendorf

Sofern das Infektionsgeschehen am Standort sowie in allen umliegenden Landkreisen unter 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb einer Woche liegt, sollen Zuschauer wieder zugelassen werden. 

Entsprechend haben DFL und DFB verschiedene Modelle erarbeitet. Für die Sitzplätze ist eine Auslastung zwischen 33,3 und 50 Prozent, bei den Stehplätzen von 12,5 Prozent vorgesehen.

Was bedeutet das konkret für das Erzgebirgsstadion in Aue, das Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden und die GGZ-Arena in Zwickau? 

Aue verfügt über 8938 Sitz- und 7142 Stehplätze. Bei der angegebenen Auslastung könnten 893 Stehplätze belegt werden und zwischen 2976 und 4469 Sitze. Wären maximal 5362 Zuschauer pro Spiel. Nur in sieben Zweitligastadien wären mehr Zuschauer zugelassen.

In Dresden gibt es 21.055 Sitz- und 11.050 Stehplätze. Ab September dürften nach jetzigem Stand der Dinge 1381 Steh- sowie zwischen 7011 und 10528 Sitzplätze belegt werden. 

Somit könnten bis zu 11.909 Fans ins Stadion. Das wäre in der 3. Liga die vierthöchste Auslastung hinter Uerdingen (spielt in Düsseldorf/bis zu 23.581), Kaiserslautern (18.668) und Duisburg 13.125).

Nur 1381 Stehplätz dürfte Dynamo nach heutigem Stand ab September zulassen. Da würde der hier noch prall gefüllte K-Block reichlich verwaist aussehen.
Nur 1381 Stehplätz dürfte Dynamo nach heutigem Stand ab September zulassen. Da würde der hier noch prall gefüllte K-Block reichlich verwaist aussehen.  © Lutz Hentschel

Der sächsische Liga-Kontrahent FSV Zwickau dürfte maximal 3653 Fans zulassen - bis zu 3182 im Sitzbereich und 471 stehenden Fans.

Offenbar nur personalisierte Tickets erhältlich

Die GGZ-Arena in Zwickau. 10134 Fans finden hier Platz. Nach einem Modell des DFB dürften vorerst 3653 Zuschauer ins Stadion in Eckersbach.
Die GGZ-Arena in Zwickau. 10134 Fans finden hier Platz. Nach einem Modell des DFB dürften vorerst 3653 Zuschauer ins Stadion in Eckersbach.  © picture point/Sven Sonntag

Doch wie soll das Hygienekonzept insgesamt aussehen? Es wird nur über personalisierte Tickets gehen, weil ja die Nachverfolgung gewährleistet sein muss. 

Bei Dauer- und VIP-Karten ist dies bereits der Fall. Ob darüber hinaus Tagestickets überhaupt verkauft werden dürfen, ist noch unklar.

Ihre Konzepte müssen die Vereine den jeweiligen Gesundheitsämtern vorlegen. Dazu können noch übergeordnete Bestimmungen kommen. 

Die Verordnungslagen können in vier Wochen schon ganz andere sein, darauf müssen die Vereine reagieren und die Konzepte anpassen.

DFL und DFB werden in ganz Deutschlands mit Zuschauern spielen wollen. 

Viele hängt auch davon ab, wie das Infektionsgeschehen in einer bestimmten Region aussehen wird.

Bliebe noch die Corona-App als Mittel der Verfolgung einer möglichen Infektionskette. Die soll keine Bedingung werden, weil schlichtweg nicht alle ein Smartphone besitzen.

Titelfoto: Thomas Nahrendorf/

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