Vier Wochen nach Derby: Aue startet, Dresden wartet

Aue/Dresden - Eeeeeendlich! Nach vier unsäglich langen Wochen im Homeoffice rollt der Ball wieder. 

Endlich wieder Training auf Rasen, endlich wieder Ball am Fuß. Die Freude war den Veilchen Tom Baumgart (l.), Philipp Riese (r.) und Calogero Rizzuto anzusehen. Trainer Dirk Schuster (2.v.l.) schaute begeistert zu.
Endlich wieder Training auf Rasen, endlich wieder Ball am Fuß. Die Freude war den Veilchen Tom Baumgart (l.), Philipp Riese (r.) und Calogero Rizzuto anzusehen. Trainer Dirk Schuster (2.v.l.) schaute begeistert zu.  © FCE/ Ronny Graßer

Der 2:1-Sieg im Derby der Dresdner gegen Aue war am 8. März der letzte Akt. Der FCE hat das Training am Montag wieder aufgenommen - in kleinen Gruppen bis maximal drei Spielern unter Ausschluss der Öffentlichkeit dürfen die Jungs ihrem Beruf wieder nachgehen. Bei Dynamo ruht der Ball noch.

Das Erzgebirgsstadion in Aue glich am Montagvormittag Fort Knox. Alles abgesperrt, alles zu. Kein Durchgang!

Aufs Stadiongelände kamen nur Spieler, Trainer, Betreuer und Diensthabende. Danach wurden die Türen wieder verriegelt.

Die Verantwortlichen haben alle Maßnahmen getroffen, um trainieren zu können. Möglich macht dies ohnehin nur eine Ausnahmeregelung des Sächsischen Innenministeriums für die drei hiesigen Erst- und Zweitligisten RB Leipzig, Aue und Dresden.

"Wir passen das Training den gesetzlichen Vorgaben an. Ein geregeltes Mannschaftstraining ist es noch nicht", sagt FCE-Geschäftsführer Michael Voigt.

Die Profis mussten einzeln anreisen, Fahrgemeinschaften sind derzeit tabu. "Wir haben sichergestellt, dass auch in den Kabinen die notwendige Distanz eingehalten wird. Unser Stadion erfüllt dafür mit mehreren Kabinen die Voraussetzungen", so der 47-Jährige.

Und auf dem Rasen ist Platz. Die Veilchen könnten sich theoretisch gleichzeitig in der Arena und auf beiden Trainingsplätzen auf dem Stadiongelände wieder ans runde Leder gewöhnen.

Bei Dynamo Dresden ruht der Ball noch

Im Großen Garten bewegt sich seit Montag nur die Sprinkleranlage. Von den Dresdner Spielern war noch nichts zu sehen.
Im Großen Garten bewegt sich seit Montag nur die Sprinkleranlage. Von den Dresdner Spielern war noch nichts zu sehen.  © Thomas Nahrendorf

In Dresden sah es am Montagmittag noch anders aus. Das Einzige, was sich im Großen Garten bewegte, war die Bewässerungsanlage auf dem Rasen - ansonsten Stille. 

Doch auch Dynamo muss irgendwann unter Ausschluss der Öffentlichkeit trainieren. Das geht derzeit nur im Rudolf-Harbig-Stadion. 

Im Stadion selbst wurde ebenfalls gewässert und Rasenpflege betrieben, das war von außen zu sehen. Spieler waren keine da. 

Ein Blick auf Instagram reichte , um zu erkennen, dass der Ball noch im Schrank liegt. Der Däne Simon Makienok postete ein Video aus der Heimat.

Wann die Dynamos wieder ins Training einsteigen, das ließ der kaufmännische Geschäftsführer Michael Born offen. 

"Sportgeschäftsführer Ralf Minge und Trainer Markus Kauczinski werden sich zu diesem Thema zusammensetzen und das beschließen." 

Würde die Saison schon Anfang Mai weitergehen, "dann müssten wir spätestens am 20. April mit dem regulären Mannschaftstraining beginnen", so Born. Aber solange wird die SGD sicher nicht warten. Thomas Nahrendorf

Titelfoto: FCE

Mehr zum Thema FC Erzgebirge Aue:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0