Aue-Stürmer Krüger nach Siegtreffer: "Ich weiß selbst nicht, woran es liegt..."

Aue - Seit Sonntag darf sich der FC Erzgebirge auf eine weitere Spielzeit in der 2. Bundesliga freuen. Der Klassenerhalt sollte nach dem Heimsieg gegen den Karlsruher SC (1:0) kaum mehr in Gefahr geraten. Dass der Kumpelverein vier Spieltage vor Schluss durch ist, liegt auch an Florian Krüger.

die "Flügel" ausgebreitet: Florian Krüger nach seinem goldenen Tor gegen den KSC. Der 21-Jährige steht jetzt bei sieben Saisontoren und sieben Assists.
die "Flügel" ausgebreitet: Florian Krüger nach seinem goldenen Tor gegen den KSC. Der 21-Jährige steht jetzt bei sieben Saisontoren und sieben Assists.  © Picture Point/Sven Sonntag/Poolfoto

Der Siegtreffer gegen den KSC ist aber nur eine Nuance, quasi das i-Tüpfelchen auf einem Lauf, den der 21-Jährige seit dem Re-Start unstrittig hat. An fünf der sechs Tore, die die Lila-Weißen in den letzten fünf Partien erzielten, war er direkt beteiligt, traf dreimal selbst und gab zwei Vorlagen.

"Ich bin relativ zufrieden, auch wenn ich selbst nicht weiß, woran es liegt. Es läuft halt", versucht Krüger eine Erklärung für seine Formkurve zu finden. 

Vielleicht liegt es mit daran, dass ihn Coach Dirk Schuster jedes Mal von Beginn an brachte. Denn Krüger ist einer, der das Spiel schnell in die richtige Bahn lenken kann. 

Gegen Sandhausen (3:1) holte er in der vierten Minute im Laufduell mit Dennis Diekmeier einen Foulstrafstoß und eine Rote Karte für den Gegenspieler heraus, erhöhte später in Überzahl auf 2:0. 

Gegen Darmstadt (1:3) erzielte er in der achten Minute und jetzt gegen Karlsruhe in der neunten selbst die frühe Führung.

Ein Sahnetreffer: Mit links angenommen, gedreht, mit rechts unters Dach gezimmert: Florian Krüger bei seinem 1:0.
Ein Sahnetreffer: Mit links angenommen, gedreht, mit rechts unters Dach gezimmert: Florian Krüger bei seinem 1:0.  © Marvin Ibo Güngör/GES/POOL/ Picture Point

Aue-Stürmer Krüger : "Wir sind froh, jetzt endlich die 40 voll zu haben"

Zu zwei freut es sich besser: Aues Stürmer Florian Krüger (l.) und Pascal Testroet nach dem Siegtreffer gegen den KSC.
Zu zwei freut es sich besser: Aues Stürmer Florian Krüger (l.) und Pascal Testroet nach dem Siegtreffer gegen den KSC.  © DPA/Robert Michael

Obwohl die Veilchen gegen den KSC nach dem 1:0 einmal mehr viel zu passiv wurden, brachten sie das knappe Resultat über die Ziellinie. 

Krüger: "Das Spiel war passend zum Wetter, ein richtiger Kampf. Umso wichtiger war das frühe Tor, denn dadurch konnten wir das Spiel etwas anders gestalten und Karlsruhe musste kommen."

Doch die Badener kamen kaum einmal in die Box. "Weil wir sehr gut verteidigt haben", begründet Krüger. "Wir sind froh, jetzt endlich die 40 voll zu haben. Wenn alles normal läuft, sind wir durch."

Aue spielt damit nächstes Jahr weiterhin 2. Bundesliga - mit Krüger. Auch wenn der durch seine bisherige Ausbeute aus je sieben Toren und Vorlagen in 28 Punktspielen durchaus das Interesse von manch Erst- und Zweitligisten wecken dürfte. Ex-Verein Schalke 04 zumindest ließ die Rückkauf-Option verstreichen (TAG24 berichtete).

Schuster, darauf angesprochen, ob er froh sei, dass der Bundesligist nicht zugriff, antwortete kurz und bündig mit "Ja". Krüger selbst verfolgte die Sache "nur am Rande". Logisch, denn sein Fokus liegt auf den vier noch ausstehenden Partien. Und in denen hat der "U20"-Nationalstürmer noch etwas vor. 

"Wir sind Siebter und die Tabelle auf diesem Platz abzuschließen, wäre auch nicht verkehrt", meint Krüger.

Titelfoto: DPA/Robert Michael

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