Erzgebirge Aue prüft Machbarkeit: Gibt's bald Veilchen-Strom vom Stadiondach?

Aue - Geht der FC Erzgebirge demnächst unter die Stromerzeuger? Zumindest prüft der Kumpelverein die Installation von Solarmodulen auf dem Dach des Erzgebirgsstadions.

Geht FCE-Geschäftsführer Michael Voigt unter die Stromhändler?
Geht FCE-Geschäftsführer Michael Voigt unter die Stromhändler?  © Picture Point/Gabor Krieg

"Aufgrund der Energiewende ist es notwendig Antworten zu finden, wie man sich künftig gegen steigende Energiekosten wappnet, indem zumindest ein Teil des Strombedarfs über eigene Erzeugung aufgefangen wird. Denkbar ist auch eine Einspeisung ins Netz", erklärt FCE-Geschäftsführer Michael Voigt.

Gehen die Veilchen bald unter die Stromerzeuger? Voigt: "So weit würde ich nicht gehen. Dafür bietet sich eventuell eine Kooperation mit einem lokalen Energieversorger wie den Stadtwerken Aue-Bad Schlema an."

Nach TAG24-Informationen gab der Zweitligist noch vor der Corona-Krise bei einem international tätigen Industriekonzern eine Machbarkeitsstudie in Auftrag. 

"Bei Eigenverbrauch ist interessant, was möglich ist. Würden wir es für die Flutlichtanlage nutzen wollen, bräuchte es entsprechende Speicherkapazität, da bei Dunkelheit schlecht Solarstrom erzeugt wird", benennt Voigt ein Dilemma.

Auf dem Dach des Erzgebirgsstadions könnten bald Solarmodule die Sonne einfangen.
Auf dem Dach des Erzgebirgsstadions könnten bald Solarmodule die Sonne einfangen.  © dpa/Jan Woitas

Insgesamt stünde eine Dachfläche von 6000 m² zur Verfügung. Erzeugt der FCE bald Öko-Strom, wäre es nicht das erste umweltfreundliche Projekt. "Bisher wird auch das anfallende Regen- und Schmelzwasser in Zisternen aufgefangen und unter anderem für die Rasenbewässerung eingesetzt", berichtet Voigt.

Die Veilchen haben also auch ein grünes Gewissen. 

Titelfoto: dpa/Jan Woitas, Picture Point/Gabor Krieg

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