Nach Krügers Gala-Auftritt zittert Aue: Bleibt er oder geht er?

Aue - Beim FC Erzgebirge Aue herrscht das große Zittern. Alle werden froh sein, wenn der 5. Oktober vorbei ist und Florian Krüger immer noch das lila-weiße Trikot trägt. An jenem Tag schließt das Transferfenster. 

Sein einziger Lapsus: Florian Krüger nagelt den Ball freistehend an die Latte.
Sein einziger Lapsus: Florian Krüger nagelt den Ball freistehend an die Latte.  © imago images/Eibner

Das sind noch zwei Spiele gegen Fürth und beim HSV. Zwei weitere solche Auftritte und es könnte doch noch ein Bundesligist an die Tür klopfen. "Es gibt keinen neuen Stand. Ich glaube nicht, dass noch etwas passiert", beruhigt der 21-Jährige etwas.

Aber glauben heißt nicht wissen. Und das wissen alle im Erzgebirge. Ein Krüger in der Form ist die Überlebensgarantie. Er hat zusammen mit Pascal Testroet gezeigt, wie schwungvoller Angriffsfußball geht. 

"Es weiß ja jeder, dass wir uns super verstehen, das ist blindes Verständnis. Es liegt mir mehr, wenn neben mir ein Stürmer ist, der zum ersten Ball geht, die Bälle verlängern, festmachen und ich drumherum spielen kann", so Krüger. 

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Er legte Testroet zweimal mustergültig auf, beide mal traf "Paco", eins wurde aufgrund einer knappen Abseitsstellung nicht gegeben. Testroet revanchierte sich seinerseits mit einem Assist, da drosch Krüger die Kugel frei vorm Tor an den Querbalken.

"In der Situation kann man das vielleicht verzeihen, sonst nicht", ärgert sich Krüger über das vergebene Brett und schaut verschmitzt lächelnd zu Boden.

Florian Krügers Geschwindigkeit stellt die Gegner vor Probleme

Florian Krüger (l.) stellte die Würzburger Defensive vor unlösbare Aufgaben.
Florian Krüger (l.) stellte die Würzburger Defensive vor unlösbare Aufgaben.  © picture point/Sven Sonntag

"Der Ball springt vorher nochmal kurz auf und prallt mir gegen den Knöchel."

Das Problem seiner Gegenspieler ist vielschichtig. Da ist zu einem seine nahezu perfekte Technik, seine Dribblings und vor allem seine Geschwindigkeit. 

Anfangs der Partie halten sie noch mit, mit zunehmender Spielzeit werden sie müde, Krüger bleibt auf dem Level - wie beim 2:0. Sein Gegenspieler Daniel Hägele hatte zehn Meter Vorsprung, Krüger sprintete ihm mit Ball am Fuß spielend davon.

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"Ich habe mich körperlich sehr gut gefühlt. Letzte Woche war noch viel Müdigkeit drin von der ganzen Reiserei." Krüger war zuvor einige Tage mit der "U21" unterwegs, war daher in Ulm platt. Deshalb bekam er von Trainer Dirk Schuster einen Tag mehr Pause als die anderen. "Das kam mir und der Mannschaft zu Gute. Daran können wir gegen Fürth anknüpfen."

Geht es nach den Fans, dann eher die ganze Saison. Mit Krüger im lila-weißen Leibchen. 

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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