Torschütze Krüger rettet Aue nach Nazarovs Patzer einen Zähler

Aue - Der FC Erzgebirge bleibt weiter ungeschlagen! Im Heimspiel gegen Greuther Fürth erzielten die Lila-Weißen vor 999 Zuschauern ein 1:1 (1:1). Überschattet wurde die Partie von einer schweren Verletzung des Fürthers Mergim Mavraj.

Fürths Mergim Mavraj musste in der 20. Minute mit einer schweren Kopfverletzung vom Platz.
Fürths Mergim Mavraj musste in der 20. Minute mit einer schweren Kopfverletzung vom Platz.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Dirk Schuster ließ so beginnen, wie die Lila-Weißen letztes Wochenende in Würzburg die zweite Halbzeit bestritten, im 3-5-2. Pascal Testroet stürmte neben seinem Kumpel Florian Krüger und Jan Hochscheidt rutschte auf die Ersatzbank.

Von dort aus verfolgte er, wie seine Mannschaftskollegen begannen: fahrig, gedanklich und körperlich immer einen Schritt zu spät. Bezeichnend der kapitale Bock von Dimitrij Nazarov, der zehn Meter vor dem eigenen Strafraum abstoppte, um hinten herum zu spielen. Er übersah Havard Nielsen, dem er den Ball in die Füße servierte.

Der Fürther zog in die Mitte, manövrierte Martin Männel aus und bediente den freien Sascha Ernst - 0:1 (6.).

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Aue tat sich sehr schwer, doch wenig später rückte das in den Hintergrund. Beim Versuch einen Eckball mit den Fäusten zu klären, knallte Fürths Keeper Sascha Burchert in Mavraj rein, der zu Boden ging und reglos liegenblieb. Nach fünfminütiger Unterbrechung wurde der Innenverteidiger vom Platz getragen und durch Abdourahmane Barry ersetzt (21.).

Mavraj, der nach Bestätigung Fürther Vereinsvertreter später wieder ansprechbar war, wurde zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht.

Viele Unterbrechungen bei Aue gegen Greuther Fürth

Jubel bei den Veilchen: Florian Krüger erzielte den Ausgleich für Aue.
Jubel bei den Veilchen: Florian Krüger erzielte den Ausgleich für Aue.  © PICTURE POINT / S. Sonntag

Fürth hatte sich nach dem Schock kaum sortiert, da glich Florian Krüger (23.) nach Ecke von Philipp Riese und starkem Einsatz von Sören Gonther aus.

Das "Kleeblatt" schien nervös. In dieser Phase hätte dem FCE mehr Ruhe im Spielaufbau gut getan, um aufs 2:1 gehen zu können. Dem Spiel fehlte die Struktur und - nicht zuletzt aufgrund unzähliger Unterbrechungen - auch der Fluss.

Fürth spielte da den gepflegteren Ball, kam gegen eine stabile Auer Defensive aber nicht zu hundertprozentigen Möglichkeiten. Auf der Gegenseite dasselbe Bild. Wenn es gefährlich wurde, dann nach Rieses Eckbällen, die die Gäste nur schwer und dennoch erfolgreich wegverteidigt bekamen.

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So mussten sich die Veilchen in der ersten Heimpartie vor Zuschauern seit 209 (!) Tagen mit einem 1:1 begnügen.

Titelfoto: PICTURE POINT / S. Sonntag

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