Trainingslager, Winterpause und Stadionbesucher: Das ändert sich künftig beim FC Erzgebirge Aue

AUE - Der Rahmen für die Saison 2020/21 wurde am Montag auf der DFL-Manager-Tagung abgesteckt. Demnach soll die 2. Bundesliga am Wochenende 11. bis 13. September starten und bis Mitte Mai 2021 über die Bühne gehen. Eine Winterpause im klassischen Sinn ist diesmal nicht vorgesehen und auch sonst ist Einiges neu - auch beim FC Erzgebirge Aue!

Voriges Jahr im Sommer bezogen die Veilchen auf der Insel Rügen in Göhren ihr Quartier, bereiteten sich dort auf die Saison vor. Soweit wird Aue dieses Mal nicht fahren. Wenn es ein Trainingslager geben sollte, dann in der näheren Umgebung.
Voriges Jahr im Sommer bezogen die Veilchen auf der Insel Rügen in Göhren ihr Quartier, bereiteten sich dort auf die Saison vor. Soweit wird Aue dieses Mal nicht fahren. Wenn es ein Trainingslager geben sollte, dann in der näheren Umgebung.  © picture point/Sven Sonntag

Da die kommende Spielzeit erst Mitte September an den Start geht, steigen die Chancen auf Partien vor Publikum vom ersten Spieltag an. 

Frankreich zum Beispiel erlaubt ab Mitte Juli bis zu 5000, die Schweiz seit dieser Woche bis zu 1000 Stadionbesucher. 

"Je früher die Zuschauer zurück ins Stadion dürfen, desto mehr Einnahmen fließen, was die finanzielle Situation vieler Vereine merklich entspannen sollte", meint FCE-Geschäftsführer Michael Voigt.

Der wirtschaftliche Rahmen entscheidet auch mit darüber, wie, wo und in welchem Umfang sich der Kumpelverein auf die neue Saison vorbereitet. 

Hier spielt auch die Güteverhandlung mit dem ehemaligen Rechteinhaber Eurosport hinein, die jedem DFL-Club nochmal eine Abschlagszahlung bescheren könnte.

"Wir werden trotzdem Abstriche machen - nicht nur beim Kader. Ein Trainingslager, sollten wir es durchführen, geht in abgespeckter Form und in der näheren Region über die Bühne", so Voigt: "Besteht das derzeitige Hygienekonzept auch noch im August oder September, dürften wir nur gegen Mannschaften spielen,. die die vorgeschriebenen regelmäßigen Corona-Tests durchführen." 

In Deutschland trifft dies aktuell auf die 56 Clubs der 1. bis 3. Liga zu.

FCE-Geschäftsführer Michael Voigt muss sparen, nicht nur am Kader.
FCE-Geschäftsführer Michael Voigt muss sparen, nicht nur am Kader.  © picture point/Sven Sonntag

Keine Wintervorbereitung für den FC Erzgebirge

Tore in einem vollen Stadion, wie hier Pascal Testroets 1:0 gegen den HSV, das wünscht sich ganz Aue. Die Fans würden die Kassen füllen.
Tore in einem vollen Stadion, wie hier Pascal Testroets 1:0 gegen den HSV, das wünscht sich ganz Aue. Die Fans würden die Kassen füllen.  © Frank Kruczinski

Die althergebrachte Wintervorbereitung wird es diesmal gar nicht geben, da die 2. Liga nur von Weihnachten bis kurz nach Neujahr ruht.

Bereits am Wochenende 8. bis 10. Januar wird der Spielbetrieb wieder aufgenommen.

Noch Zukunftsmusik, doch ab 2021/22 neu: Samstagspiele im Fußball-Unterhaus werden eine halbe Stunde später, um 13.30 Uhr angepfiffen. Das Montagabendspiel entfällt und wandert auf Sonnabend 20.30 Uhr. 

"Diese Lösung dürfte den Zuschauern entgegenkommen", meint Voigt. "Die Uhrzeit ist familienfreundlicher, da Kinder am nächsten Tag nicht in die Schule müssen und viele Arbeitnehmer sonntags frei haben."

"Auch für die Gästefans ist es ein großer Vorteil", so Voigt.

Titelfoto: Frank Kruczinski

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