Aue schockt Ex-Coach Meyer! Nazarov & Zulechner sichern Dreier

Braunschweig - Die Klasse ist sicher! Der FC Erzgebirge Aue setzt sich bei Eintracht Braunschweig mit 2:0 (0:0) durch und knackt die 40 Punkte-Marke.

Dimitrij Nazarov bringt die Veilchen mit seinem Treffer in der 49. Minute zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung.
Dimitrij Nazarov bringt die Veilchen mit seinem Treffer in der 49. Minute zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung.  © Picture Point / Sven Sonntag

Eine gewisse Verunsicherung konnten beide Kontrahenten nicht verbergen. Braunschweig steckt nach wie vor mitten im Abstiegskampf und stand durch Sandhausens 2:1 gegen den HSV vom Vortag gehörig unter Druck.

Der FCE dagegen hatte sich den selbst aufgebaut, nachdem die letzten beiden Heimspiele gegen St. Pauli (1:3) und Nürnberg (0:1) in den Sand gesetzt wurden. Die Angst, Fehler zu begehen, war zum Greifen und so traute sich in der ersten Halbzeit niemand aus der Deckung, was den Unterhaltungswert niedrig hielt.

Nur einen Aufreger gab es, als dem wieder genesenen Florian Ballas nach eigenem Eckstoß der Ball vor die Füße fiel und er volley aus zwölf Metern an den rechten Pfosten traf (16.).

Das ging schnell! Erzgebirge Aue entlässt Trainer Aleksey Shpilevski
FC Erzgebirge Aue Das ging schnell! Erzgebirge Aue entlässt Trainer Aleksey Shpilevski

Im Gegenzug konterte die Eintracht und Dimitrij Nazarov rettete im eigenen Sechzehner im Stile eines Innenverteidigers. Das zeigte, wie sich jeder Lila-Weiße gegen den Ball einbrachte. Mit einem Remis wäre den Gästen auch weitaus mehr geholfen gewesen, als ihrem Ex-Coach Daniel Meyer.

Die Mannschaftsaufstellung des FC Erzgebirge Aue

Die Startaufstellung von Eintracht Braunschweig

Treffer von Florian Krüger wird nach Videobeweis zurückgenommen

Torjubel bei den Veilchen, nachdem Dimitrij Nazarov (r.) zum 1:0 für Aue getroffen hat.
Torjubel bei den Veilchen, nachdem Dimitrij Nazarov (r.) zum 1:0 für Aue getroffen hat.  © Picture Point / Sven Sonntag

Fragte sich nur, ob er mit seiner Eintracht nach dem Seitenwechsel mehr ins Risiko gehen würde. Personell beließen es beide Seiten zunächst bei der gleichen Elf und lauerten darauf, wer den ersten Fehler begeht.

Es war Braunschweigs Danilo Wiebe, der nach Ben Zolinskis Verlängerung zu Pascal Testroet nicht an den Ball kam. Testroet steckte durch zu Nazarov. Der von Meyer oft verschmähte und erst unter Dirk Schuster aufgeblühte Offensivspieler blieb vor Jasmin Fejzic cool - 0:1 (49.).

Damit stieß der 31-Jährige die Tür weit auf, denn hinten ließen Abwehrchef Sören Gonther & Co. weiterhin überhaupt nichts anbrennen.Und vorne kam eine halbe Stunde vor Schluss mit Jan Hochscheidt frischer Schwung hinein, was sich vier Minuten später beinahe schon ausgezahlt hätte.

Aue-Bosse setzen kein Punkte-Ultimatum: "Nicht förderlich"
FC Erzgebirge Aue Aue-Bosse setzen kein Punkte-Ultimatum: "Nicht förderlich"

Hochscheidt eröffnete zu Testroet, der Florian Krüger in Szene setzte, der zum vermeintlichen 2:0 einschob (66.). Nach Videobeweis wurde der Treffer wegen Abseitsstellung von Testroet zurückgenommen.

Doch Hochscheidt hatte noch einen in petto: Technisch versiert setzte er sich links im Strafraum gegen zwei Gegenspieler durch und legte zurück zum ebenfalls eingewechselten Philipp Zulechner - 0:2 (82.).

Titelfoto: Picture Point / Sven Sonntag

Mehr zum Thema FC Erzgebirge Aue: