Ein bisschen wie auf dem Bolzplatz! Die neue Waffe der Veilchen sticht!

Aue - Wer kennt das nicht selbst vom Bolzplatz: drei Ecken, ein Tor. Der FC Erzgebirge gestaltete es da am Sonntag noch einen Ticken effizienter. Aus vier Eckstößen resultierten zwei Treffer durch Florian Krüger (1:1/42.) und Pascal Testroet (3:1/88.).

Steve Breitkreuz (4.v.l.) verlängerte den Ball vorm Treffer von Florian Krüger zum 1:1.
Steve Breitkreuz (4.v.l.) verlängerte den Ball vorm Treffer von Florian Krüger zum 1:1.  © Frank Kruczynski

Das fuchste Gästetrainer Daniel Meyer, brachte ihn regelrecht auf die Palme: "Wir kriegen den ersten Gegentreffer aus einer Standardsituation. Das kann mal passieren. Aber, dass wir das dritte Tor nach exakt demselben Ablauf bekommen, darf nicht passieren. Zumal wir dies auch thematisiert hatten."

Der ehemalige Aue-Coach wusste, was seiner Elf blühen würde, wenn sie Lila-Weiß gewähren lässt. Die scharf auf den kurzen Pfosten geschnittenen Ecken von Philipp Riese sind eine Waffe.

Erst verlängerte Steve Breitkreuz mit dem Scheitel zu Krüger, der nur noch die Stirn hinhalten brauchte, dann war es Florian Ballas, der ebenfalls per Kopf auf den Fuß von "Paco" ablegte.

Das sah wie einstudiert aus. Tatsächlich war dem auch so. "Auf Standards hatten wir unter der Woche nochmals großen Wert gelegt", verrät Coach Dirk Schuster.

Letztlich erwies sich dies als spielentscheidend. "Mit dem dritten Tor waren wir aller Sorgen ledig und bekamen das Gefühl, dieses Spiel gewinnen zu können", erklärt Schuster, bevor er nüchtern sachlich analysiert: "Wir haben den ein oder anderen Fehler weniger gemacht."

Er dürfte sich bestätigt fühlen, gegen Braunschweig verstärkt ein Augenmerk auf Eckbälle gelegt zu haben - und dies künftig beizubehalten. Erst magere 45 Ecken hat sich der Kumpelverein in 14 Partien erspielt.

Pascal Testroet (Nummer 37) nagelt den Ball zum 3:1 in die Maschen. Vorher hatte Florian Ballas per Kopf aufgelegt.
Pascal Testroet (Nummer 37) nagelt den Ball zum 3:1 in die Maschen. Vorher hatte Florian Ballas per Kopf aufgelegt.  © imago images/Eibner
Wenn sich Philipp Riese an der Eckfahne den Ball zurecht legt, herrscht beim Gegner neuerdings Alarmstimmung.
Wenn sich Philipp Riese an der Eckfahne den Ball zurecht legt, herrscht beim Gegner neuerdings Alarmstimmung.  © picture point/Sven Sonntag

Der HSV kommt im selben Zeitraum mit 90 auf doppelt so viele. Und der Sonntag hat einmal mehr gezeigt, dass es sich lohnt, darauf zu gehen - oder sie hinten zu vermeiden.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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