FC Erzgebirge Aue: Helge Leonhardt kontert Kritik von Peter Neururer

Aue - Die Schonfrist ist vorbei! Wie der FC Erzgebirge Aue am heutigen Sonntagnachmittag beim 1. FC Nürnberg hineinkommt, verrät, wie sich der Trainerwechsel und die Abgänge des Torjäger-Duos Pascal Testroet (30)/Florian Krüger (22) auf die Performance auswirken.

Gibt's heute nach dem Auftakt in Nürnberg einen "Daumen hoch" von FCE-Boss Helge Leonhardt (62)?
Gibt's heute nach dem Auftakt in Nürnberg einen "Daumen hoch" von FCE-Boss Helge Leonhardt (62)?  © DPA/Robert Michael

Und es offenbart, wie viel Kredit der neue Cheftrainer Aleksey Shpilevski (33) besitzt.

Klubchef Helge Leonhardt (62) verbat sich vorab jegliche Kritik am 33-Jährigen.

Logisch: Denn erstens ist es seine Entscheidung gewesen, Shpilevski zu holen und zweitens taugt die Vorbereitung für das Umfeld nur bedingt als Maßstab.

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Dass der Kumpelverein beim Abgang von Testroet in der Außendarstellung keine gute Figur abgab, kam noch hinzu. Gegensätzliche taktische Vorstellungen sind das eine, wirtschaftliche Zwänge das andere.

Während und durch Corona darbt der FCE, weil die Gehaltsstruktur der Profi-Abteilung einzig durch die TV-Gelder – die auch nicht mehr so üppig fließen wie vor der Pandemie – nicht aufrechtzuerhalten ist.

Ohne Moos ist aber auch auf dem Transfermarkt nix los, weshalb es nicht nur am heutigen Sonntag richtig schwer wird.

Peter Neururer kann die Außendarstellung von Helge Leonhardt "nicht mehr nachvollziehen"

Peter Neururer (66, M.) - hier als Coach des VDV-Camps - sieht Aue als sicheren Absteiger.
Peter Neururer (66, M.) - hier als Coach des VDV-Camps - sieht Aue als sicheren Absteiger.  © dpa/David Inderlied

Dazu braucht es keinen Propheten, auf den sie im Erzgebirge wohl eh nicht hören würden.

Aber es ließ schon aufhorchen, was der langjährige Bundesliga-Coach Peter Neururer (66) im Legenden-Check von "Welt" den Lila-Weißen für diese Saison prophezeite.

"Mir wird es richtig wehtun, aber Aue wird es leider erwischen. Ich kann die Außendarstellung der Person, die im Klub am meisten zu sagen hat (Leonhardt/d. Red.) nicht mehr nachvollziehen. Darüber hinaus haben sie mit Testroet und Krüger das überragende Sturm-Duo verloren. Das können sie nicht auffangen", so Neururer.

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Leonhardt, von TAG24 darauf angesprochen, wischt die Kritik beiseite: "Das sind Störfeuer von außen, auf die ich nichts gebe. Ich wünsche ihm Gesundheit."

Behält Neururer Recht oder belehrt ihn Aue eines Besseren? Ab kurz nach 15.15 Uhr sind wir fürs Erste etwas schlauer.

Titelfoto: DPA/Robert Michael

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