Noch kein Einsatz nach dem Re-Start: Aue-Boss sorgt sich um Mihojevic!

Aue - Vier Spiele, kein Einsatz, zweimal gar nicht erst im Aufgebot des FC Erzgebirge. Für Marko Mihojevic wurde der Re-Start zum kompletten Fehlstart. Dabei warf ihn auch eine Verletzung in der Vorbereitung und jüngst eine Zehenblessur zurück.

Vor der Saison präsentierte Aue-Boss Helge Leonhardt (l.) stolz Neuzugang Marko Mihojevic.
Vor der Saison präsentierte Aue-Boss Helge Leonhardt (l.) stolz Neuzugang Marko Mihojevic.  © FC Erzgebirge

Was dazwischen ablief - da wäre die Posse gegen Sandhausen (TAG24 berichtete), als scheinbar "vergessen" wurde, Mihojevic auf den Spielberichtsbogen zu schreiben - beunruhigt FCE-Präsident Helge Leonhardt. 

"Marko ist eine Bereicherung, einer, der die Qualität in der Defensive gehoben hat. Nicht umsonst wollten wir die Kaufoption ziehen und ihn bis 2023 binden. Aber jetzt war der Junge etwas hintenan. Ich hoffe, dass er gegen Karlsruhe spielt", erklärt Leonhardt: "Ich will ihn unbedingt halten." Und auch bei der Stange halten. 

Denn die festgeschriebene Kaufsumme liegt nach TAG24-Informationen bei 800.000 Euro, der aktuelle Marktwert bei 900.000 Euro. Trotz Corona überschaubar, wenn man bedenkt, dass Mihojevic vom "Kicker" nach der Hinrunde in die "Top4" der Innenverteidiger der 2. Bundesliga gewählt wurde.

Der bosnische Nationalspieler zählte auch bei den Veilchen zu den Gewinnern der Hinrunde, gehörte zum absoluten "Stamm" und verpasste bis zur Corona-Pause nur die Partie bei Hannover 96 Gelb-Rot gesperrt.

Marko Mihojevic sitzt am Boden und greift sich in die Leiste. Kleinere Blessuren warfen den Bosnier zurück.
Marko Mihojevic sitzt am Boden und greift sich in die Leiste. Kleinere Blessuren warfen den Bosnier zurück.  © picture point/Sven Sonntag

FCE-Coach Schuster: "Marko ist genauso dicht an der Startelf dran wie jeder andere"

Wenn Gesichter Bände sprechen: FCE-Coach Dirk Schuster (l.) faustet mit Marko Mihojevic ab.
Wenn Gesichter Bände sprechen: FCE-Coach Dirk Schuster (l.) faustet mit Marko Mihojevic ab.  © picture point/Sven Sonntag

Dabei stieß in der Winterpause noch Jacob Rasmussen vom AC Florenz auf Leihbasis zum "Kumpelverein". Als einziger Linksfuß unter den Innenverteidigern ist der 23-jährige Däne bei Coach Dirk Schuster gesetzt. 

Problem nur: Bei 2,8 Millionen Euro Marktwert ist ein Transfer illusorisch. Das höchste der Gefühle wäre eine Verlängerung des Leihgeschäfts um ein Jahr. 

Außerdem kamen die Langzeitverletzten Louis Samson (Fußbruch) und Malcolm Cacutalua (Kreuzbandriss) zurück. Samson war zuletzt in der Dreierkette gesetzt, genauso Rasmussen und Routinier Sören Gonther. 

Dazu Schuster jüngst vor der Heidenheim-Pleite (0:3): "Marko ist genauso dicht an der Startelf dran wie jeder andere. Er wurde durch zwei muskuläre Probleme vor dem Re-Start zurückgeworfen. Die Jungs, die danach zum Einsatz kamen, haben ihren Job ausgezeichnet gemacht, sodass es keinen Grund gab, ein funktionierendes Uhrwerk durch ein anderes auch gut funktionierendes Zahnrad zu ersetzen."

Nach sechs Gegentoren in den letzten beiden Begegnungen kann vom funktionierenden Uhrwerk eigentlich keine Rede mehr sein. Die Chance für Mihojevic?

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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