Aue-Coach Schuster macht Baumgart Mut auf mehr Zweitligaeinsätze

Aue - Ohrfeige, gar Demütigung oder in Wirklichkeit eine Auszeichnung? Als FC Erzgebirge Aue-Coach Dirk Schuster (53) vor gut zweieinhalb Wochen gegen Hannover 96 (1:1) in der Schlussphase Tom Baumgart (23) in die Partie brachte, lief die letzte Minute der Nachspielzeit.

Gegen Darmstadt kam Tom Baumgart (23, r., hier im Zweikampf mit Patrick Herrmann, 33) immerhin eine Halbzeit zum Einsatz.
Gegen Darmstadt kam Tom Baumgart (23, r., hier im Zweikampf mit Patrick Herrmann, 33) immerhin eine Halbzeit zum Einsatz.  © imago images/Beautiful Sports

Zu diesem Zeitpunkt drängten die Niedersachsen nochmal mit Vehemenz auf den Auswärtssieg. Da dreht man gerne an der Uhr und nimmt dem Gegner obendrein den Spielfluss.

Wie man es macht, macht man es falsch. Jedenfalls in den sozialen Medien kam Schusters taktischer Kniff gar nicht gut an, da Baumgart in den Vorwochen nur auf der Bank schmorte, was bei einigen Fans auf Unverständnis stieß.

Doch der Fußballlehrer hatte sich andere Trainingseindrücke erhofft und da sich diese einstellten, griff Schuster in Darmstadt bereits mit dem Seitenwechsel wieder auf ihn zurück.

Schuster: "'Baumi' ist auf einem aufsteigenden Ast und hatte sich durch gute Trainingsleistungen seinen Halbzeitauftritt verdient.

Mit Sicherheit wird er zur alten Stärke zurückfinden, sodass es auch für alle anderen wichtige Signale sind, auf Zweitligaeinsätze hoffen zu können."

Aue-Coach Dirk Schuster hält es ganz mit dem Prinzip Zuckerbrot und Peitsche

FCE-Coach Dirk Schuster (53, r.) setzt weiter auf Tom Baumgart (23).
FCE-Coach Dirk Schuster (53, r.) setzt weiter auf Tom Baumgart (23).  © picture point/Sven Sonntag

Nun kam Baumgart zuletzt gegen Sandhausen erst in der ersten Minute der Nachspielzeit rein. So etwas als Ohrfeige anzusehen, geht aber fehl. Zum einen ist Schuster nicht für große Rotationen vor einer Partie, geschweige denn wilde Wechselorgien im Spielverlauf bekannt.

Überhaupt hält sich Aues Coach seine Optionen gern, solange es geht, offen. Das dient der Stabilität, stützt den "Matchplan" und hilft, gegen Spielende Zeit von der Uhr zu nehmen.

Außerdem stand der 53-Jährige zu seiner aktiven Zeit für gelebten Fleiß und Disziplin. Dies fordert Schuster als Trainer ein und hält es ganz mit dem Prinzip Zuckerbrot und Peitsche.

Denn jeder Einsatz, egal ob kurz oder lang, wird mittels Auflauf- und Punktprämien vergütet.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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