Aue-Kapitän Männel fordert mehr Breite im Kader

Aue - Die Generalprobe gegen Dynamo Dresden (0:1) hat der FC Erzgebirge in den Sand gesetzt. Kapitän Martin Männel kann den letzten Test vor der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal bei Regionalligist SSV Ulm 1846 trotzdem als persönlichen Erfolg verbuchen. Es war sein erster Einsatz seit fast drei Monaten.

Aues Torhüter und Kapitän Martin Männel, der hier ein Schuss des St. Paulianers Henk Veerman erwartet, sieht hinsichtlich der Breite des Auer Kaders auf einigen Positionen noch Handlunsgbedarf.
Aues Torhüter und Kapitän Martin Männel, der hier ein Schuss des St. Paulianers Henk Veerman erwartet, sieht hinsichtlich der Breite des Auer Kaders auf einigen Positionen noch Handlunsgbedarf.  © picture point/Sven Sonntag

"Ich konnte in den letzten Wochen schon ein gutes Gefühl sammeln und die Belastung immer weiter steigern, was letztendlich in der Generalprobe gipfelte", zeigte sich der FCE-Kapitän zufrieden.

Einen Schreckmoment gab es aber Mitte der zweiten Halbzeit, als der 32-Jährige mit Ball am Fuß nach einer Anspielstation suchte und unvermittelt von SGD-Angreifer Philipp Hosiner beharkt wurde. 

Männel knallte auf die Schulter. Die Attacke von hinten traf ihn völlig unerwartet, so dass kaum Zeit blieb, um sich auf den Aufprall vorzubereiten.

"In so einem Moment kommt man kurz ins Zweifeln, doch es hat alles gehalten", bestand Männel diesen Härtetest. 

"Manchmal braucht es gerade diese Momente, damit das Vertrauen in die Schulter wieder voll aufgebaut ist. Insofern war das für mich der Gipfel der Arbeit der letzten Wochen."

Ausfall von Aue-Keeper Männel wäre bitter für den FC Erzgebirge

Ein weiterer Ausfall des Schlussmannes hätte ohnehin schon dezimierte Veilchen hart getroffen. 

Clemens Fandrich (Adduktoren) und Pascal Testroet (Meniskus-OP) fehlten gegen Dynamo, Malcolm Cacutalua verdrehte sich auf dem unebenen Platz in Lößnitz das rechte Knie (Diagnose steht noch aus).

Das beschäftigt auch den Kapitän: "Ich glaube, auf manchen Positionen müssten wir schon noch etwas Breite schaffen, denn die Saison ist extrem lang. Das Spiel gegen Dresden hat gezeigt, dass, wenn es härter zur Sache geht, man auch den ein oder anderen mal rausnehmen muss."

Männel sieht die dünne Personaldecke skeptisch: "Ich denke das sieht jeder im Verein ähnlich." 

Es sei aber kein reines Auer Dilemma: "Viele Vereine der 1. und 2. Liga haben große Probleme ihre Kader zusammenzustellen."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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