Drei Böcke, drei Gegentore! Aue kassiert bei SpVgg Greuther Fürth bittere Pleite

Fürth/Aue - Der FC Erzgebirge Aue schlägt sich selbst! In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie bestrafte die SpVgg Greuther Fürth die individuellen Fehler eiskalt und schickte die Lila-Weißen mit einem 0:3 (0:2) im Gepäck zurück ins Erzgebirge.

Die SpVgg Greuther Fürth hatte bei den Toren das Sagen, für den FC Erzgebirge Aue setzte es beim Auswärtsspiel eine klare Niederlage.
Die SpVgg Greuther Fürth hatte bei den Toren das Sagen, für den FC Erzgebirge Aue setzte es beim Auswärtsspiel eine klare Niederlage.  © Picture Point/S. Sonntag

Im Vergleich zum 2:1-Heimsieg gegen die Würzburger Kickers hatte FCE-Coach Dirk Schuster unter anderem zwei außerplanmäßige Wechsel vorzunehmen. Dimitrij Nazarov fehlte aus familiären Gründen, Steve Breitkreuz krankheitsbedingt. Außerdem rutschte Jan Hochscheidt aus der Startelf. Dafür neu dabei: Calogero Rizzuto, Louis Samson und Ben Zolinski.

Ganz wild trieb es das Kleeblatt. Gleich sechs (!) Wechsel vollzog SpVgg-Coach Stefan Leitl. Das sorgte für körperliche und geistige Frische, tat der Spielfreude dennoch keinen Abbruch.

Aue begegnete Fürths Passspiel mit Fünferkette gegen den Ball, um so wenig Raum preiszugeben. Das funktionierte die erste Viertelstunde recht gut, doch dann kam es zu einer Verkettung unglücklicher Aktionen.

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Erst bekam Sören Gonther Branimir Hrgota nicht gestellt. Als der Fürther von links nach innen zog, rutschte Clemens Fandrich weg und machte die Schussbahn frei. In die stellte sich Florian Ballas und fälschte für Keeper Martin Männel unhaltbar ab.

In einer ausgeglichenen ersten Hälfte, die sich vornehmlich zwischen den Strafräumen und nur sporadisch in der Box abspielte, rächten sich die kleinsten Fehler.

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Martin Männel (2.v.l.) vom FC Erzgebirge Aue musste gegen die SpVgg Greuther Fürth mehrfach den Ball aus dem Netz fischen.
Martin Männel (2.v.l.) vom FC Erzgebirge Aue musste gegen die SpVgg Greuther Fürth mehrfach den Ball aus dem Netz fischen.  © Picture Point/S. Sonntag

Wobei, was sich Rizzuto und Samson in der 34. Minute leisteten, war ein kapitaler Bock. Rizzuto spielte vor dem eigenen Sechzehner zurück zu Samson, dem, von zwei Fürthern unter Druck gesetzt, die Kugel bei der Annahme versprang.

Sebastian Ernst nahm das Geschenk an, spielte Hrgota frei - 0:2.

Die Veilchen brachten sich selbst in die Bredouille und mussten mit dem Seitenwechsel aufmachen.

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Hochscheidt kam für Zolinski, was zunächst für Belebung sorgte und beinahe zum frühen 1:2 führte. Florian Krüger steckte auf Pascal Testroet, der statt durchzuziehen zögerte und sich von David Raum abkochen ließ (49.).

Auf der Gegenseite wieder Slapstick: Julian Green stand am Fünfmeterraum zwischen John Patrick Strauß und Gonther mutterseelenallein, traf den Ball nicht mal richtig, aber murmelte ihn trotzdem hinein. (60.).

Diese Fehler und eine unter dem Strich harmlose Offensive brachen Aue das Genick.

Titelfoto: Picture Point/S. Sonntag

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