FC Erzgebirge Aue: Wie viel TV-Geld ist für die nächste Saison drin?

Aue - Notgedrungen betrachtet der FC Erzgebirge Aue das Geschehen in der 2. Liga an diesem Wochenende nur vom Sofa aus. Der eigentliche Gegner Karlsruher SC befindet sich in Quarantäne und die beabsichtigte Vorverlegung des Nürnberg-Spiels scheiterte an der DFL. FCE-Geschäftsführer Michael Voigt (46) hätte beiden Partien beigewohnt.

St. Pauli und Regensburg muss Aue hinter sich lassen, um im TV-Ranking zu klettern. Umso schlimmer war die 0:3-Niederlage in der Vorwoche gegen die Kiez-Kicker. Die Hamburger sind am FCE vorbeigezogen.
St. Pauli und Regensburg muss Aue hinter sich lassen, um im TV-Ranking zu klettern. Umso schlimmer war die 0:3-Niederlage in der Vorwoche gegen die Kiez-Kicker. Die Hamburger sind am FCE vorbeigezogen.  © Frank Kruczynski

Daheim oder auswärts, der 46-Jährige ist immer vor Ort. Stattdessen wandert sein Blick nach Regensburg und zu St. Pauli, denn es geht ums liebe Geld!

Genauer gesagt, um die Verteilung der Fernsehgelder für die Saison 2021/22.

"Im Ranking für die kommende Spielzeit können wir diese beiden Vereine hinter uns lassen, wenn wir in der Endtabelle einen Rang vor Regensburg und vier vor Sankt Pauli landen", erklärt Voigt.

Sandhausen, das ebenfalls überholt wurde, fiele nach gegenwärtigen Stand als Absteiger ohnehin heraus.

In Zahlen las sich das zum 14. April wie folgt: Der Kumpelverein erhielte über das Säulenmodell rund 9,12 Millionen Euro. Ligaintern wäre das Platz elf.

Ihnen auf den Fersen sind der Kiezklub (12./8,8 Mio. Euro) und der Jahn (13./8,5 Mio. Euro).

FCE-Geschäftsführer Michael Voigt: "Es handelt sich um eine reine Momentaufnahme"

FCE-Boss Helge Leonhardt (62, r.) und Geschäftsführer Michael Voigt (46) hoffen darauf, dass Aue bestmöglich abschneidet. Das wäre gut fürs TV-Geld.
FCE-Boss Helge Leonhardt (62, r.) und Geschäftsführer Michael Voigt (46) hoffen darauf, dass Aue bestmöglich abschneidet. Das wäre gut fürs TV-Geld.  © picture point/Sven Sonntag

Das meiste Geld würden die derzeitigen Absteiger aus der 1. Liga, Schalke 04 (ca. 23,3 Mio. Euro) und Köln (13,39), einstreichen.

Steigen Dynamo Dresden und Hansa Rostock auf, erhielten sie jeweils rund 7,3 bzw. 7,25 Millionen Euro.

Voigt: "Es handelt sich um eine reine Momentaufnahme. So wie Auf- und Abstieg noch längst nicht entschieden sind, unterliegen auch die Zahlen innerhalb der Bewertung einer dynamischen Entwicklung.

Deshalb ist es umso wichtiger, unsere Platzierung nicht zu verschlechtern. Aber wir tun auch gut daran, auf die Nachhaltigkeit zu achten und unseren 'U23'-Spielern Einsätze zu geben."

Bekommt der FCE beides unter einen Hut oder ist das die Quadratur des Kreises?

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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