Aues Krüger froh über sein EM-Debüt: "Sieg heute wäre nächstes Etappenziel"

Gardony/Aue - Erstes Spiel, erster Einsatz, erster Sieg: Florian Krüger (22) erwischte mit der deutschen U21-Auswahl bei der EM in Ungarn und Slowenien einen Start nach Maß. Für den Angreifer vom FC Erzgebirge Aue gab's für seinen Auftritt sogar ein Extralob von einem Ex-Nationalkeeper. TAG24 erreichte den 22-Jährigen vor dem heutigen zweiten Gruppenspiel gegen die Niederlande im Mannschaftsquartier in Gardony.

Die ersten 67 Minuten musste Florian Krüger (22, r.) auf der Tribüne Platz nehmen.
Die ersten 67 Minuten musste Florian Krüger (22, r.) auf der Tribüne Platz nehmen.  © imago images/Matthias Koch

TAG24: Florian Krüger, zum Auftakt gleich ein klares 3:0 gegen Co-Gastgeber Ungarn. Wie ordnen Sie den Sieg ein?

Krüger: "Als sehr wichtig, um ins Turnier zu finden. Man darf nicht vergessen, dass wir bis letztes Wochenende noch bei unseren Vereinen waren und dadurch bis zum ersten Spiel nur drei Trainingseinheiten blieben, während Ungarn über eine Woche Vorbereitungszeit hatte."

TAG24: Sie sind zur 67. Spielminute eingewechselt worden. Hatten Sie Lampenfieber vor der EM-Premiere?

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Krüger: "Eigentlich nicht. Vorfreude ist auf jeden Fall dabei gewesen. Da es bereits 2:0 stand, war die Konstellation für mich günstig. Was mich gefreut hat, war gleich mit dem ersten Wechsel hineinzukommen."

TAG24: Kurz darauf befanden Sie sich bei Ridle Bakus Treffer zum Endstand im Strafraum mitten im Geschehen.

Krüger: "Stimmt (lacht)! Ich befand mich schon in der Ausholbewegung, als Ridle mir zu rief, ich solle für ihn weglassen. Das habe ich getan und im Nachhinein war es die richtige Entscheidung, da er besser postiert war und traf."

Aue-Stürmer Krüger über Match gegen Niederlande: "Dieser Gegner ist eine ganz andere Hausnummer"

Nach 67 Minuten feierte Florian Krüger (l.) sein EM-Debüt und war gleich mittendrin. Wenige Augenblicke später gratulierte er zusammen mit Lukas Nmecha (22, r.) dem Torschützen zum 3:0, Ridle Baku (22).
Nach 67 Minuten feierte Florian Krüger (l.) sein EM-Debüt und war gleich mittendrin. Wenige Augenblicke später gratulierte er zusammen mit Lukas Nmecha (22, r.) dem Torschützen zum 3:0, Ridle Baku (22).  © imago images/Matthias Koch

TAG24: Vom Spielstil in Aue sind Sie es gewöhnt, als Stürmer auch viele Wege mit nach hinten zu gehen. Da Sie das auch gegen Ungarn taten, gab es bei der Live-Übertragung auf ProSieben ein Sonderlob von René Adler...

Krüger: "Was mich sehr gefreut hat, als es mir von mehreren Seiten zugetragen wurde. Solche Worte von so einem erfahrenen Ex-Profi und -Nationalspieler hört man gern."

TAG24: Bestenfalls auch am Samstagabend wieder gegen die Niederlande. Was rechnen Sie sich für diese wegweisende Partie aus?

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Krüger: "Die Konstellation ist eindeutig: Ein Sieg bedeutet das Weiterkommen und unser erstes Etappenziel wäre erreicht. Allerdings ist dieser Gegner eine ganz andere Hausnummer. Jeder weiß um die gute Nachwuchsarbeit, die in den Niederlanden geleistet wird. Dazu ist es ein Duell zweier Nationen, bei denen es auf dem Platz gerne knallt."

Titelfoto: imago images/Matthias Koch

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