FC Erzgebirge Aue: Majetschak startet zweiten Anlauf

Aue - Bisher verstärken fünf Neuzugänge den FC Erzgebirge. Streng genommen müsste man noch ihn noch hinzuzählen: Erik Majetschak. Der 20-jährige Mittelfeldspieler wechselte letzten Sommer von RB Leipzig ins Lößnitztal, kam verletzungsbedingt aber nie zum Zug.

Erik Majetschak (r.) hatte bei der Generalprobe gegen Dynamo den Ausgleich vor Augen, ließ sich aber von Keeper Kevin Broll den Ball vom Fuß klauen.
Erik Majetschak (r.) hatte bei der Generalprobe gegen Dynamo den Ausgleich vor Augen, ließ sich aber von Keeper Kevin Broll den Ball vom Fuß klauen.  © picture point/Sven Sonntag

Wann immer Coach Dirk Schuster in der abgelaufenen Spielzeit auf das Auer Lazarett zu sprechen kam, fiel Majetschaks Name. 

Für den hochveranlagten Zehner war 2019/20 eine Seuchensaison. "Ich wurde an beiden Leisten operiert, bin ein Dreivierteljahr ausgefallen. 

Dann kam noch Corona dazwischen", blickt der Sohn von Dirk Majetschak, der für den VfB und FC Sachsen Leipzig aktiv war, zurück.

Dabei war der ehemalige "U19"-Kapitän von RB gerade gewechselt, weil er sich Spielzeit versprach. 

Aufgeschoben ist bekanntlich nicht aufgehoben und so erfolgt nun der zweite Anlauf. 

"Ich konnte die komplette Vorbereitung bestreiten, was für mich nach dem letzten Jahr, wo ich überhaupt nicht spielen konnte, sehr wichtig gewesen ist", betont Majetschak.

In den fünf Testspielen gegen Kickers Offenbach, Pogon Szczecin, 1. FC Magdeburg, FC Bayern II. und Dynamo Dresden kam er zudem auf wertvolle Einsatzzeit, konnte sich zeigen.

Bei der Generalprobe gegen die SGD hatte er nach seiner Einwechslung die Möglichkeit zum Ausgleich, ließ sich den Ball nach gutem Solo aber kurz vor der Torlinie von Keeper Kevin Broll vom Fuß angeln.

Aue-Mittelfeldmann Majetschak "Ich fühle mich wohl in Aue"

Klappt es am Sonnabend mit einem Einsatz im DFB-Pokal beim SSV Ulm 1846? Die Konkurrenz im Mittelfeld ist groß. Auf seinen Positionen "Zehn" und "Acht" müsste er an Dimitrij Nazarov vorbei. Ein schweres Unterfangen.

"Eine Ausleihe ist immer noch ein Thema. Da müssen wir mal sehen", fährt Majetschak daher zweigleisig. Das ist nachvollziehbar, denn noch ein Jahr mit wenig oder gar keiner Spielpraxis ist nicht gut für die noch junge Profi-Karriere.

"Ich fühle mich wohl in Aue und will, so lange ich auf dem Platz stehe, Gas geben", sprüht Majetschak vor Tatendrang. Außerdem ist ein Leihgeschäft mit Perspektive auch nicht so einfach einzufädeln. 

"Ich war ein Jahr verletzt. Das macht es schwierig, etwas zu finden. Die Regionalliga ist für mich aber kein Thema", sollte es für ihn mindestens die 3. Liga sein.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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