Zwei Tore aberkannt, Elfer kassiert: Aue mit bitterer Pleite bei Holstein Kiel

Kiel - Zwei hauchzarte Abseitsstellungen und ein später Elfmeter bringen den FC Erzgebirge Aue beim 0:1 (0:0) gegen Holstein Kiel um den Lohn einer harten Arbeit.

John Patrick Strauß (25, 2. v.l.) jubelt mit seinen Teamkollegen nach einem Treffer, der dann nach Videobeweis nicht zählte.
John Patrick Strauß (25, 2. v.l.) jubelt mit seinen Teamkollegen nach einem Treffer, der dann nach Videobeweis nicht zählte.  © picture point/Sven Sonntag

Coach Dirk Schuster tauschte gegenüber dem starken Auftritt gegen Bochum (1:0) nur ein Mal. Steve Breitkreuz kehrte nach Gelb-Rot zurück, dafür fehlte Jan Hochscheidt aufgrund muskulärer Probleme.

Pascal Testroet saß nach überstandener Krankheit zu Beginn auf der Bank, sodass hauptsächlich Ben Zolinski den pfeilschnellen Florian Krüger unterstützte. Und das Duo legte los wie die Feuerwehr.

Krüger enteilte auf der rechten Seite, spielte scharf vors Tor und Zolinski verlängerte ins lange Eck (5.).

Die Freude wehrte nur kurz, denn Krüger stand zuvor hauchzart im Abseits.Die Richtung stimmte schonmal und der FCE kam in den ersten 20 Minuten auf ein klares Chancenplus - auch weil man es den Störchen gegen den Ball extrem unangenehm machte.

Auch wenn die Gastgeber das Heft des Handelns danach übernahmen, setzte Aue weiter die Akzente. Zolinski behauptete den Ball und steckte auf den herangerauschten Strauß, der Kiels Ioannis Gelios überwand (53.).

Aue jubelte erneut nur kurz, denn wieder wurde der Videobeweis bemüht und eine knappe Abseitsstellung von Strauß erkannt.

Ognjen Gnjatic ließ sich im Strafraum zu einem komplett unnötigen Foul hinreißen

Holstein Kiel-Torwart Ioannis Gelios fängt den Ball in seinem Strafraum.
Holstein Kiel-Torwart Ioannis Gelios fängt den Ball in seinem Strafraum.  © picture point/Sven Sonntag

Der Stadionsprecher quittierte es mit einem sarkastischen "neuer Spielstand: Null zu Null".

Es deutete auch alles auf ein torloses Remis hin, weil Aue dem Aufstiegsaspiranten komplett den Wind aus den Segeln nahm.

Dass es anders kam, musste sich Ognjen Gnjatic ankreiden lassen. Im Strafraum ließ sich der erfahrene Bosnier im Zweikampf mit Finn Porath zu einem komplett unnötigen Foul hinreißen.

Alexander Mühling nahm das Strafstoß-Geschenk an und überwand Elfer-Killer Martin Männel (81.).

Aue warf nun alles nach vorn, konnte sich aber nicht mehr für den couragierten Auftritt belohnen.

So starteten Holstein Kiel und der FC Erzgebirge Aue ins Match

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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