Üblicher Januar-Blues bei Aue? Coach Schuster: "Nein, wir sind gefestigt genug!"

Aue - Bekommt der FC Erzgebirge den üblichen Januar-Blues? Seit 2017 gelang nur der eine Sieg vor knapp zweieinhalb Wochen gegen Eintracht Braunschweig.

Dimitrij Nazarov (30, r.) gegen Osnabrücks Niklas Schmidt (22) - dieses Duell könnte es am Freitag im Stadion an der Bremer Brücke wieder geben. Im Februar 2020 trennten sich beide Teams dort 0:0.
Dimitrij Nazarov (30, r.) gegen Osnabrücks Niklas Schmidt (22) - dieses Duell könnte es am Freitag im Stadion an der Bremer Brücke wieder geben. Im Februar 2020 trennten sich beide Teams dort 0:0.  © picture point/Sven Sonntag

Sonst gab es bis auf das Remis vergangene Saison gegen Bielefeld sechs Niederlagen, darunter auch das 1:2 in Paderborn und jüngst das 0:3 gegen Düsseldorf. Wohlgemerkt beides ambitionierte Bundesliga-Absteiger.

Fürchtet Coach Dirk Schuster dennoch einen Knacks? "Nein, fürchte ich nicht, weil wir gefestigt genug sind, um mit zwei Niederlagen in Folge umzugehen", findet der 53-Jährige, dass sich seine Elf nicht beirren lässt.

Und sagt: "Paderborn und Düsseldorf spielten beide letztes Jahr noch Bundesliga und haben sich in der 2. Liga absolut eingefunden. Sie sind sehr hoch anzusiedeln."

Trotzdem rief die Düsseldorf-Partie Klubchef Helge Leonhardt auf den Plan. Er hob mahnend den Zeigefinger, warnte davor, sich in trügerischer Sicherheit zu wiegen und so schleichend in eine Abwärtsspirale zu geraten.

Momentan befindet sich der Kumpelverein im gesicherten Mittelfeld. Nach oben und unten sind es jeweils acht Zähler.

Fehlende Winterpause und körperliche Belastung dürfen nicht unterschätzt werden

Aues Trainer Dirk Schuster (53) befürchtet keinen Leistungseinbruch seiner Veilchen im Januar. Dann sollte am Freitagabend in Osnabrück aber auch ein Sieg her.
Aues Trainer Dirk Schuster (53) befürchtet keinen Leistungseinbruch seiner Veilchen im Januar. Dann sollte am Freitagabend in Osnabrück aber auch ein Sieg her.  © picture point/Sven Sonntag

Doch Abstand kann schnell anwachsen, Vorsprung genauso schnell Abschmelzen. Schuster deutlich: "Wir wollen in Osnabrück punkten!"

Denn auch er weiß, dass vor zwölf Monaten nach dem Jahreswechsel zunächst Boden preisgegeben wurde. Die Lila-Weißen holten erst am 29. Februar (24. Spieltag) mit einem 3:0 gegen den HSV den ersten Sieg 2020.

Der Unterschied: Die 2. Liga befindet sich noch in der Hinrunde und im Gegensatz zur vergangenen Saison fehlt Coach Schuster die Winterpause, um gegebenenfalls nachjustieren zu können.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist die körperliche Belastung bei fehlender Regeneration.

Zumal Aue mit 23 Feldspielern und drei Torhütern über einen vergleichsweise schlanken Kader verfügt, mit Malcolm Cacutalua, Fabian Kalig und Erik Majetschak aber drei Langzeitverletzte zu verzeichnen hat.

Und Dauerbrenner Philipp Riese wegen seines Wadenbeinbruchs wohl auch einen Großteil der Rückrunde verpassen wird.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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