Nächster Dynamo-Leitwolf beim lila Rivalen! Ballas trifft in Aue auf Gonther und Testroet

Aue/Dresden - Bis zur Doppel-Verpflichtung von Florian Ballas und Gaetan Bussmann hielt sich der FC Erzgebirge auf dem Transfermarkt vornehm zurück. In Corona-Zeiten nix Ungewöhnliches. Aufgrund der nach wie vor unsicheren Gemengelage kommt das Spielerkarusell nur schwer in die Gänge.

Im März waren Florian Ballas (l.) und Pascal Testroet beim Sachsenderby noch Gegner, jetzt sind sie wieder Vereinskollegen.
Im März waren Florian Ballas (l.) und Pascal Testroet beim Sachsenderby noch Gegner, jetzt sind sie wieder Vereinskollegen.  © Lutz Hentschel

Weil das erste Transferfenster zudem bis 5. Oktober offen ist, droht vielen Profis, deren Verträge zum 30. Juni ausgelaufen sind - oder aufgrund vertraglicher Klauseln vorzeitig endeten - eine lange Hängepartie. 

Ballas, der 2018 vorzeitig bei Dynamo Dresden bis 2021 verlängerte, wäre so ein Kandidat gewesen. Sein Vertrag beim Absteiger besaß lediglich Gültigkeit für die 1. und 2. Liga.

Statt wochenlang auf gepackten Koffern zu sitzen und nicht zu wissen, wie es weitergeht, wusste der 27-Jährige zeitnah, wo die Reise hingeht: ins Erzgebirge

Aue habe sich sehr um ihn bemüht und frühzeitig Kontakt aufgenommen, berichtete "Balla" am Sonnabend bei seiner offiziellen Vorstellung. 

"Und das gerade in Corona-Zeiten. Der Markt ist brutal schwer und wenn sich ein Verein dann so sehr um einen bemüht, ist das toll", so der Innenverteidiger. 

Seine bisherige Wohnung in Dresden ist bereits zum 30. September gekündigt.

Ziemlich dicke Kumpel: Florian Ballas (l.) und Sören Gonther zusammen auf der Dresdner Bank.
Ziemlich dicke Kumpel: Florian Ballas (l.) und Sören Gonther zusammen auf der Dresdner Bank.  © imago images/Steffen Kuttner

Aue-Coach Schuster: "Ich bin sehr froh und glücklich, dass sich Ballas für uns entschieden hat"

So schnell geht's: Florian Ballas gutgelaunt bei seiner Vorstellung in Aue.
So schnell geht's: Florian Ballas gutgelaunt bei seiner Vorstellung in Aue.  © Picture Point/Roger Petzsche

Nach Pascal Testroet und Sören Gonther (beide fehlten zum Trainingsauftakt verletzungsbedingt) ist er die dritte Verstärkung aus Dresden binnen zwei Jahren. 

Während Ballas' Wechsel in der Landeshauptstadt speziell in den sozialen Medien negatives Echo hervorrief, wissen sie derweil in Aue, was sie an ihrem Neuen haben.

"Flo Ballas hat seine Qualitäten in der Vergangenheit oft genug unter Beweis gestellt und letzte Saison nach der Corona-Pause alle neun Spiele für Dresden gemacht, wo er auch Leistungsträger war", umreißt Coach Dirk Schuster das Kurzprofil des 1,96 Meter großen Innenverteidigers: "Ich bin sehr froh und glücklich, dass er sich für uns entschieden hat."

Dass Ballas Führungsqualitäten besitzt, erkannte schon Dynamo-Coach Markus Kauczinski. Im Januar hatte er im Spanien-Trainingslager einen neuen Mannschaftsrat wählen lassen, aus dessen Mitte er den gebürtigen Saarbrücker zum Kapitän bestimmte.

Paradox: Nach dem vorigen SGD-Vizekapitän Gonther ist er der zweite Dynamo-Leitwolf, der direkt zum Derbyrivalen wechselt. Sehr wahrscheinlich verteidigen beide künftig nebeneinander, womit zusammenkommt, was zusammengehört. 

Ballas: "Sören Gonther hat gesagt, dass er sich sehr freuen würde, wenn wir nochmal zusammen spielen könnten."

Titelfoto: Lutz Hentschel

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