Pleite gegen Dynamo verschlug Aue-Coach Dirk Schuster (fast) die Sprache

Aue - "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold." Vielleicht ging FCE-Coach Dirk Schuster diese alte Weisheit am Sonnabend nach der verlorenen Generalprobe gegen Dynamo Dresden (0:1) durch den Kopf, bevor er wortlos vom Platz marschierte. Sämtliche Presseanfragen schob er von sich. Vom Verein kam später ein aufgezeichnetes Resümee.

Seltenes Bild: Aues sonst so sicherer Elfmeterschütze Dimitrij Nazarov scheitert vom Punkt, Dynamo-Keeper Kevin Broll hat die Ecke geahnt.
Seltenes Bild: Aues sonst so sicherer Elfmeterschütze Dimitrij Nazarov scheitert vom Punkt, Dynamo-Keeper Kevin Broll hat die Ecke geahnt.  © Frank Kruczynski

Man konnte Schuster aber auch verstehen. 

Eine Woche vor dem ersten Pflichtspiel in der 1. Runde des DFB-Pokals bei Viertligist SSV Ulm liegt noch so manches im Argen. 

Die Dynamos deckten die Schwächen gerade in den ersten 25 Minuten schonungslos auf, weil sie draufgingen und Aue in den Zweikämpfen zu oft den Schneid abkauften. Auf zugegeben holprigem Platz gerieten auch zu viele Pässe ungenau.

"Wir waren im Passspiel zu schlampig und im Abwehrverhalten zu weit weg vom Mann. Nach vorne hatten wir die falschen Lösungen", bemerkte Schuster zur Anfangsphase. "Deswegen sah unser Spiel nicht gut aus und wir geraten verdient in Rückstand."

Bedingt durch die frühe verletzungsbedingte Auswechslung von Malcolm Cacutalua kam mit John Patrick Strauß Leben ins Auer Spiel - ohne, dass sich bis zur Pause großartige Chancen ergaben.

In der zweiten Halbzeit sah das ganz anders aus. "Da war es vom Fußballerischen und der Kompaktheit her besser", bescheinigt Schuster seiner Elf eine Leistungssteigerung. 

Die sich ergebenden Möglichkeiten hätten für drei Tore reichen müssen, doch Strauß, Erik Majetschak und Dimitrij Nazarov, der sieben Minuten vor Abpfiff einen Foulstrafstoß versäbelte, brachten das Runde nicht ins Eckige.

FCE-Coach Dirk Schuster (r.) und sein Co-Trainer Sascha Franz sahen vor allem in der ersten Halbzeit einige Defizite ihrer Mannschaft.
FCE-Coach Dirk Schuster (r.) und sein Co-Trainer Sascha Franz sahen vor allem in der ersten Halbzeit einige Defizite ihrer Mannschaft.  © picture point/Sven Sonntag

"Wir haben klar und deutlich gesehen, wo der Schuh noch drückt. Das ist ganz hilfreich, um den Jungs nochmal vor Augen zu führen, wohin es führt, wenn man gewisse Dinge vernachlässigt."

Titelfoto: Frank Kruczynski/Picture Point/Sven Sonntag

Mehr zum Thema FC Erzgebirge Aue:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0