Ballas, Gnjatic, Zolinski: Sie sind bei Erzgebirge Aue voll eingeschlagen

Aue - Die Vorbereitung auf den Start ins Jahr 2021 läuft beim FC Erzgebirge Aue auf Hochtouren. Die ersten Einheiten nach der kurzen Weihnachtspause sind absolviert, die Gans ist rausgelaufen. Zeit, auch mal auf die sieben Neuzugänge des Sommers zu schauen. Wie haben sie sich geschlagen? Sind sie echte Verstärkungen? Bei einem Trio kann das voll und ganz mit Ja beantwortet werden.

Im Luftkampf kaum zu schlagen: Aues Florian Ballas (o.).
Im Luftkampf kaum zu schlagen: Aues Florian Ballas (o.).  © DPA/Robert Michael

Zwei der sieben sind die Torhüter Philipp Klewin (27) und Kevin Harr (20), beide kamen noch nicht zum Einsatz, eine Bewertung auf Wettkampfebene fällt daher flach. Gesagt werden kann aber, dass Martin Männel (32) durch die beiden nicht schlechter geworden ist, im Gegenteil.

Ebenfalls schwer zu bewerten sind Gaetan Bussmann (29) und Antonio Jonjic (21). Bussmann verletzte sich gleich an der Hüfte, kam beim 0:0 gegen Hannover in der 86. Minute, spielte nur beim 0:2 gegen Regensburg von Beginn an. Ohne Spielpraxis war das natürlich schlecht. Das konnte nicht gutgehen. Jonjic gab gegen den Jahn ebenfalls sein Debüt, für 13 Minuten. Er ist eher einer für die Zukunft.

Voll eingeschlagen haben Florian Ballas (27), Ben Zolinski (28) und Ognjen Gnjatic (29). Ballas stieg als Kapitän mit Dynamo Dresden ab. Festzuhalten bleibt, dass er nach Pascal Testroet (30) und Sören Gonther (34) der Dritte ist, der aus Dresden kam und in Lila-Weiß besser funktioniert als in Schwarz-Gelb. Das ist schon ein kurioser Fakt.

"Balla" war im Vorjahr nicht immer ein Sicherheitsfaktor. In Aue ist er es in der Innenverteidigung neben Gonther. In elf von 13 Spielen stand er hinten seinen Mann, auch wenn offensiv noch nicht alles klappte.

Ognjen Gnjatic (M.) fährt dem Gegner - in diesem Fall Sandhausens Denis Linsmayer - auch mal rustikal in die Parade.
Ognjen Gnjatic (M.) fährt dem Gegner - in diesem Fall Sandhausens Denis Linsmayer - auch mal rustikal in die Parade.  © picture point/Sven Sonntag

Aue-Mittelfeldspieler Ben Zolinski schickte Hochscheidt und Nazarov auf die Bank

Ognjen Gnjatic (l.) tätschelt Ben Zolinski nach dessen Tor gegen Sandhausen.
Ognjen Gnjatic (l.) tätschelt Ben Zolinski nach dessen Tor gegen Sandhausen.  © dpa/Uwe Anspach

Zolinski kam aus Paderborn, sorgte dafür, dass zwei erfahrene und sonst im Dauer-Einsatz befindliche Auer mehr oder weniger auf die Bank mussten: Jan Hochscheidt und Dimitrij Nazarov.

In der Offensive hat er sich mit Florian Krüger (21) und Testroet gefunden. Das Trio ist schwer ausrechenbar. Nur am 2. Spieltag gegen Fürth kam er nicht zum Einsatz. Und wenn er nicht funktioniert, hat Trainer Dirk Schuster (seit heute 53) immer noch Hochscheidt und Nazarov.

Gnjatic kam bezeichnenderweise von Korona Kielce nach Aue. Er bewies sich als harter Abräumer im Mittelfeld, hatte einen starken Start.

Er kam erst zum Schluss nicht mehr so zum Zuge, stand gegen Regensburg letztmals in der Startelf. Trotzdem ein Zugewinn für Aue.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag, dpa/Robert Michael, dpa/Uwe Anspach

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