Was wird aus Aues Breitkreuz? Voigt: "Lassen ihn nicht fallen"

Aue - Was war am 20. April 2019? Kann sich noch einer erinnern? Der FC Erzgebirge holte an diesem Ostersonnabend ein 1:1 beim Hamburger SV. Es war das bisher letzte Spiel von Steve Breitkreuz für die Veilchen. Seitdem fehlt er wegen anhaltender Knieprobleme. Und trotzdem lässt der FCE ihn nicht fallen, zählt auf den 28-Jährigen.

20. April 2019: Aues Steve Breitkreuz (l.) legt den Hamburger Manuel Wintzheimer an die Kette.
20. April 2019: Aues Steve Breitkreuz (l.) legt den Hamburger Manuel Wintzheimer an die Kette.  © picture point/Sven Sonntag

Andere Vereine hätte längst einen Cut gemacht und sich von Breitkreuz getrennt, nicht so Aue. 

Zum einen, weil der Verein weiß, was er an einem gesunden Breitkreuz hat und auf der anderen Seite "kann er schlichtweg nichts dafür, dass sein Knie nicht mitspielt", so Geschäftsführer Michael Voigt, der gleich noch ergänzt: "Wir hoffen alle, dass es der Junge nochmal schafft und zu einem festen Bestandteil der Mannschaft wird. Er hätte sich das so verdient."

Knapp 15 Monate sind seit dem HSV-Spiel nun vergangen. Eine Zeit voller Leiden, viel Schweiß in Reha-Zentren, mal größerer, mal kleinerer Hoffnungen auf ein Comeback. Ein Jahr hat der gebürtige Berliner noch Vertrag im Erzgebirge. 

"Wir werden ihn weiter nach Kräften unterstützen. Am Ende entscheiden aber wohl die Ärzte über seine weitere Laufbahn", so Voigt. "Unter Druck setzen werden wir ihn nicht, das wäre auch der falsche Weg."

FCE-Geschäftsführer Michael Voigt will Steve Breitkreuz nicht fallen lassen.
FCE-Geschäftsführer Michael Voigt will Steve Breitkreuz nicht fallen lassen.  © picture point/Sven Sonntag

Breitkreuz spielt seit fünf Jahren für den FC Erzgebirge Aue

Tom Baumgart, Steve Breitkreuz und Calogero Rizzuto (v.l.) feierten das 1:1 beim HSV seinerzeit wie einen Sieg.
Tom Baumgart, Steve Breitkreuz und Calogero Rizzuto (v.l.) feierten das 1:1 beim HSV seinerzeit wie einen Sieg.  © picture point/Sven Sonntag

Breitkreuz kam im Juni 2015 nach dem letzten Abstieg von der kleinen Hertha nach Aue, absolvierte im ersten Jahr 36 von 38 möglichen Spielen, war ein Garant für den sofortigen Wiederaufstieg.

In der 2. Liga stand er danach alle 34 Punktspiele von der ersten bis zur letzten Sekunde auf dem Platz, ehe er zusammen mit Louis Samson nach Braunschweig ging. 

Dort begann seine Leidenszeit, nur 15-mal trug er das Trikot der Eintracht, kehrte nach dem Abstieg der Löwen zusammen mit Jan Hochscheidt ins Lößnitztal zurück. Noch 17 Partien absolvierte er in der Saison 2018/19 - die beim HSV war seine letzte.

Unabhängig von der Personalie Breitkreuz weiß Voigt, dass gerade in der Abwehr großer Bedarf besteht. 

Auch Fabian Kalig ist noch längere Zeit verletzt, Marko Mihojevic ist wieder weg, eine weitere Leihe von Jacob Rasmussen steht noch nicht fest: "Wenn Trainer Dirk Schuster aus dem Urlaub zurück ist, werden wir das Thema angehen", verspricht er.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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