Aue-Stürmer Nazarov hofft auf Startelf-Platz: "Es wird bald wieder so sein wie im letzten Jahr!"

Aue - Dass er den FC Erzgebirge Aue im Test gegen die SpVgg Greuther Fürth (1:3) als Kapitän aufs Feld führen durfte, war für Dimitrij Nazarov nur ein schwacher Trost. Viel lieber wäre er an diesem Tag im Erzgebirge geblieben.

Dimitrij Nazarov, hier vor dem Fürther Mert Yusuf Torlak am Ball, will sich mit aller Macht in die Auer Stammelf zurückkämpfen.
Dimitrij Nazarov, hier vor dem Fürther Mert Yusuf Torlak am Ball, will sich mit aller Macht in die Auer Stammelf zurückkämpfen.  © picture point/Sven Sonntag

Doch Nazarov zählte nicht zum Kreis der Auserwählten, zu jenen Stamm-/Vielspielern, die Chefcoach Dirk Schuster am vergangenen Freitag gar nicht erst mit nach Bamberg genommen hatte.

Nazarov ist aktuell nur zweite Wahl. Eine Rolle, mit der sich der 43-fache Nationalspieler Aserbaidschans auf Dauer nicht anfreunden wird.

"Der Platz auf der Bank - damit bin ich nicht zufrieden. Ich bin 30 und kann noch ein bisschen kicken", betont der Spielgestalter.

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Dass er richtig gut kicken kann, hat er oft genug bewiesen. Mit 195 Zweitliga-Einsätzen zählt er zu den erfahrensten Akteuren im Kader der Auer. Insgesamt 36 Mal hat er in der 2. Liga geknipst, 26 Mal für den FC Erzgebirge.

In der vergangenen Saison war sein Status als Stammspieler unumstritten: 32 Spiele, zehn Tore, fünf davon vom Elfmeterpunkt.

"Dima" hat im Lößnitztal aber auch schon die schlechten Zeiten miterlebt: 2018/19 reichte es unter dem damaligen Trainer Daniel Meyer nur zu 24 Einsätzen, 19-mal kam er von der Bank.

Dimitrij Nazarov gibt sich kämpferisch

Die aktuelle Saison begann verheißungsvoll. In den ersten beiden Punktspielen und im DFB-Pokal stand Nazarov in der Starformation. "Dann war ich eine Woche krank. Das hat mich zurückgeworfen, weil es auch noch eine englische Woche war", blickt er zurück: "Es hat etwas gedauert, bis ich wieder einigermaßen in Fahrt war."

Zuletzt brachte ihn Schuster zweimal in der zweiten Halbzeit, in beiden Partien verloren die Auer nicht. Ein gutes Omen für das Heimspiel am Sonntag gegen Darmstadt 98?

Im Test gegen Fürth gehörte Nazarov zu den wenigen auffälligen Akteuren im Veilchen-Team. "Solche Spiele tun uns allen gut. Das ist deutlich besser als Training und hilft, den Spielrhythmus zu finden", erklärt Nazarov, der sich kämperisch gibt: "Die Chancen werden wieder kommen. Ich weiß, dass die Jungs mich brauchen, ich brauche die Jungs. Es wird bald wieder so sein wie im letzten Jahr, da bin ich mir sicher."

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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