Vom Basteltisch geht's für Aue-Stürmer Testroet jetzt ins Reha-Zentrum

Aue - In der Corona-Krise hat der Fußball Sendepause. Bisher zog er Woche für Woche die Massen in die Stadien. Jetzt hält man Abstand von einander. Beim FC Erzgebirge gilt das im doppelten Sinne. Die Spieler wurden vorerst aus der Öffentlichkeit herausgenommen. Der Kumpelverein ist aber nicht der einzige Klub, der so verfährt.

Im letzten Spiel in Dresden zog sich Pascal Testroet (l., gegen Jannis Nikolaou) einen Meniskusschaden zu. Die OP hat "Paco" überstanden, jetzt geht es nach Donaustauf zur Reha.
Im letzten Spiel in Dresden zog sich Pascal Testroet (l., gegen Jannis Nikolaou) einen Meniskusschaden zu. Die OP hat "Paco" überstanden, jetzt geht es nach Donaustauf zur Reha.  © Lutz Hentschel

Immerhin gewährte Pascal Testroet jüngst gegenüber dem vereinseigenen FCE-TV Einblick, wie er mit Corona umgeht und was die erzwungene Spielpause für den eigenen Alltag bedeutet. "Alles läuft sehr strukturiert ab. Wir frühstücken gemeinsam. Am Vormittag wird mit den Kindern gebastelt, gemalt oder Memory gespielt. All das geht sonst meistens nicht", berichtet der zweifache Familienvater.

Als die Pandemie die Sportwelt noch nicht in den Schwitzkasten genommen hatte, brachte er seine ältere Tochter Emilia früh in den Kindergarten, während die kleine Paulina zuhause bei Ehefrau Michelle blieb. Danach ging es für "Paco" selbst zum Training. "Jetzt erlebe ich vielmehr mit, wie sich meine Kinder entwickeln", freut sich Testroet auf mehr Familienzeit.

Die wird lediglich nachmittags für zwei Stunden unterbrochen, wenn der 29-jährige Angreifer wegen seinem Meniskusriss aus dem Dynamo-Derby zur Behandlung geht. Ab nächster Woche geht es dann aber zur zweiwöchigen Reha nach Donaustauf. 

Testroet bestimmt: "Ich muss weg von der Familie, aber es geht halt nicht anders."

FCE-Stürmer Testroet: "Alle sind Zuhause gefangen"

Hätte das Coronavirus nicht dazwischen gefunkt, könnte "Paco" erst im Saisonendspurt wieder mitwirken. Stattdessen dürfte er bei gutem Heilungsverlauf nahtlos anknüpfen. "Ehrlich gesagt, hätte ich lieber ein paar Spiele verpasst und dafür gäbe es kein Corona", gibt Testroet freimütig zu: "Ohne Gesundheit ist doch alles andere nichts. Das sehen wir gerade. Alle sind Zuhause gefangen."

Er nimmt sich selbst zurück, weiß dass das große Ganze viel mehr zählt. Dazu gehört wohl auch die Fortführung des Spielbetriebs vor leeren Rängen. "Ich bin vorsichtig optimistisch, dass wir Anfang Mai wieder beginnen können Danach sehnen sich alle Menschen. Leider wird es wohl ohne Zuschauer sein", glaubt Testroet.

In diesen sauren Apfel müssen jetzt alle beißen, wenn Corona überwunden werden soll, findet Testroet: "Bleibt alle gesund, passt auf euch auf. Gemeinsam kriegen wir die Zeit schon herum!"

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Titelfoto: Instagram/pascal.paco.testroet

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