Trendwende an der Bremer Brücke? Aue-Coach Schuster sucht noch einen "Staubsauger"

Aue - Der FC Erzgebirge spielt beim VfL Osnabrück auch gegen den Trend. Die kleine Serie von zwei Niederlagen am Stück soll lieber heute als morgen durchbrochen werden. Und FCE-Coach Dirk Schuster (53) weiß, was es dazu braucht.

Vor einem Jahr brachte Dirk Schuster (53) mit seinen Auer Veilchen einen Punkt von der Bremer Brücke mit - damals hieß es 0:0.
Vor einem Jahr brachte Dirk Schuster (53) mit seinen Auer Veilchen einen Punkt von der Bremer Brücke mit - damals hieß es 0:0.  © imago images/Noah Wedel

"Wir müssen wieder die Balance zwischen spielerischer Entwicklung und defensiver Stabilität finden. Da haben wir in den beiden letzten Partien zu viele Fehler gemacht und waren speziell in der ersten Halbzeit gegen Düsseldorf zu brav", betonte Schuster vor der Partie an der Bremer Brücke.

Beide Kontrahenten teilen nicht nur die gleichen Vereinsfarben, sondern auch dieselbe Ausbeute (22 Punkte). Entsprechend hätten sich seine Veilchen auf ein "intensives Spiel auf Augenhöhe" einzustellen, so Schuster.

Und das ohne Philipp Riese (Wadenbeinbruch), einen zweikampfstarken Abräumer, der mit 175,5 Kilometern die besten Laufleistungen aller Auer vorweist. Er fehlt dem defensiven Mittelfeld, das noch weiteren Aderlass erfahren könnte.

So kamen Gerüchte auf, Clemens Fandrich (Vertrag bis 2023) stünde auf dem Einkaufszettel deutscher Zweitligisten sowie eines holländischen Ehrendivisionärs.

Nach TAG24-Informationen gibt es Interessenten, jedoch gingen noch keine konkreten Anfragen ein. Fraglich überhaupt, ob man sich einen Verkauf des 30-Jährigen nach dem Riese-Ausfall überhaupt leisten kann - Ablöse hin oder her.

Außer Fandrich gibt es momentan keinen einsatzfähigen Sechser, der über einen längeren Zeitraum geliefert hat. Das wird auch Schuster bewusst sein. Vor Freitagabend hielt sich der 53-Jährige noch bedeckt, wer neben "Fanne" vor der Abwehr staubsaugt. "Es wird sich zwischen Louis Samson und Ognjen Gnjatic entscheiden", erklärt der Veilchen-Coach.

Andere Möglichkeiten stehen ihm auf der Sechser-Position schlicht und ergreifend auch gar nicht zur Verfügung, weshalb der Fußballlehrer hofft, dass Klubchef Leonhardt vielleicht doch noch von seinem Investitionsstopp abrückt.

"Wir müssen uns noch einmal intensiv damit befassen, ob wir in diese Richtung auf dem Transfermarkt tätig werden", so Schuster, der im Fehlen von Riese einen klaren Qualitätsverlust ausmacht.

Titelfoto: imago images/Noah Wedel

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