Aue mit Mega-Comeback! 6-Tore-Spektakel zwischen FCE und dem HSV

Aue - Was für ein denkwürdiger Fußballabend im Lößnitztal! Der FC Erzgebirge Aue sah gegen Spitzenreiter Hamburger SV erst überhaupt keinen Stich, trumpfte dann so richtig auf und belohnte sich mit einem ganz starken 3:3 (1:3).

Der Ausgleich! Florian Krüger (2.v.l.) trifft wenige Augenblicke später zum 3:3.
Der Ausgleich! Florian Krüger (2.v.l.) trifft wenige Augenblicke später zum 3:3.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Wie erwartet zog der Aufstiegsaspirant sein Spiel auf und es rollte eine Angriffswelle nach der anderen auf FCE-Keeper Martin Männel zu. Die Gästeführung in der 14. Minute war zu diesem Zeitpunkt überfällig.

Tim Leibolds scharfe Eingabe von der linken Außenbahn hob Bakery Jatta über Männel hinweg aufs lange Eck, wo Simon Terodde seinem Mitspieler das Tor "klaute".

Gleich mit dem nächsten Spielzug hätte das 0:2 fallen können, wenn Männel Heyers Abschluss nicht noch an den Pfosten lenkt.

Die Veilchen rührten nicht nur Beton an, sondern suchten ihrerseits den Weg in die Spitze - wenn der HSV sie ließ. Es schlichen sich in dieser Spielphase jedoch immer wieder kleine technische Fehler ein, die das Umschaltspiel hemmten.

Ganz anders der HSV: David Kinsombi hebelte mit Sonny Kittel die überforderte Abwehr aus und vollendete den feinen Doppelpass - 0:2 (22.).

Es drohte böse Prügel. Doch diesmal schlief der HSV und lud nach eigenem Eckball zum Kontern ein. Jan Hochscheidt sprintete über das halbe Feld, spielte rechts raus zu Pascal Testroet, der wieder zurück an den Sechzehner zu Hochscheidt legte - 1:2 (26.).

Startelf des FC Erzgebirge Aue gegen den HSV

Startelf des HSV beim FC Erzgebirge Aue

FC Erzgebirge Aue beweist gegen HSV Moral sowie Mentalität und belohnt sich!

Florian Krüger und der FC Erzgebirge Aue belohnten sich für einen großen Fight mit einem Punkt gegen den Spitzenreiter HSV!
Florian Krüger und der FC Erzgebirge Aue belohnten sich für einen großen Fight mit einem Punkt gegen den Spitzenreiter HSV!  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Das gab neuen Mut, zumindest bis Clemens Fandrich angeblich Sonny Kittel im eigenen Strafraum abgeräumt hatte, wie Schiedsrichter Florian Badstübner befand und auf Strafstoß entschied.

Da Video-Referee Harm Osmers kein Veto einlegte, durfte Terodde den Doppelpack schnüren (30.).

Mit dem Seitenwechsel brachte FCE-Coach Dirk Schuster Gaetan Bussmann für Steve Breitkreuz und damit frischen Wind. Zunächst bewahrte aber der Pfosten die Erzgebirger bei einem Lupfer von Aaron Hunt vor dem frühen K.o. und die Karten wurden neu gemischt.

Testroet setzte energisch gegen Jatta nach und luchste ihm den Ball. Sein Zuspiel fand Hochscheidt, der zu Fandrich weiterleitete (50.). Plötzlich stand es 2:3 statt 1:4 und der HSV zeigte plötzlich Nerven.

Sven Ulreich kratzte einen Kopfball von Bussmann von der Linie, legte aber haargenau auf den Fuß von Florian Krüger - 3:3 (61.). Der Wahnsinn!

Der große Favorit wankte und Testroet (75.) hätte ihn beinahe zu Fall gebracht. Am Ende blieb es beim 3:3 - einem gefühlten Sieg.

Titelfoto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

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