Viele Chancen, kein Tor: FC Erzgebirge Aue kassiert bittere Pleite in Nürnberg!

Aue/Nürnberg - Das Max-Morlock-Stadion in Nürnberg bleibt verbotenes Gebiet! Oder: In Franken nichts Neues. Auch im fünften Punktspiel gab es keinen Sieg, im Gegenteil. Der FC Erzgebirge Aue verlor seinen Jahresausklang unverdient beim 1. FC Nürnberg trotz eines klaren Chancenplus' mit 0:1 (0:1). Das Tor des Tages erzielte Robin Hack (36.).

Bitteres Gegentor in der ersten Halbzeit: Nürnberg-Stürmer Robin Hack trifft in der 36. Minute gegen Aue-Keeper Martin Männel.
Bitteres Gegentor in der ersten Halbzeit: Nürnberg-Stürmer Robin Hack trifft in der 36. Minute gegen Aue-Keeper Martin Männel.  © picture point/Sven Sonntag

Zwei Wechsel hatte FCE-Coach Dirk Schuster geplant: Calogero Rizzuto und Jan Hochscheidt spielten für Ben Zolinski und Dimitrij Nazarov. Ein Wechsel kam kurzfristig hinzu. Sören Gonther verletzte sich beim Warmmachen, für ihn gab Louis Samson den Abwehrchef.

Die Veilchen legten los wie die Feuerwehr. Hochscheidt ging über links durch, bediente Pascal Testroet. "Paco" leitete weiter auf Florian Krüger, der aus Nahdistanz Christian Mathenia zu einer Glanztat zwang. Da waren 30 Sekunden gespielt.

Es war erstaunlich, mit welcher Selbstverständlichkeit Aue hier im Frankenland auftrat: Sicheres Passspiel von hinten raus, vorn immer gefährlich, der FCE bestimmte Spiel und Rhythmus. Allerdings war es auch fahrlässig im Umgang mit den Chancen.

Die beste hatte Calogero Rizzuto (20.), der völlig frei vor und an Mathenia scheiterte. Der muss! Nürnberg hatte wenig zu bestellen.

Einen Freistoß von Johannes Geis (33.) boxte Martin Männel aus dem Winkel, um drei Minuten später die Kugel aus dem Netz zu holen. Manuel Schäffler passte im Strafraum auf Robin Hack, der aus zehn Metern direkt einschoss. Verkehrte Welt!

Mannschaftsaufstellungen vom FC Erzgebirge Aue und dem 1. FC Nürnberg

Erzgebirge Aue kämpfte, doch der Ball wollte nicht ins Netz!

Aue-Stürmer Pascal Testroet am Boden! Seine Torchancen konnte der 30-Jährige nicht verwandeln.
Aue-Stürmer Pascal Testroet am Boden! Seine Torchancen konnte der 30-Jährige nicht verwandeln.  © picture point/Sven Sonntag

Aue schüttelte sich zur Pause, spielte genauso konzentriert wie zu Beginn, drängte auf den Ausgleich. Diesem stand Testreot im Wege.

Als John Patrick Strauß (51.) abzog, hätte Mathenia keine Chance gehabt, aber "Paco" kam nicht schnell genug aus der Schussbahn. Wenig später rutschte der eingewechselte Ben Zolinski (61.) um Zentimeter an einer Krüger-Hereingabe vorbei.

Vieles sah zwar wild aus, es waren etliche Abspielfehler dabei, aber der FCE wollte.

Und wenn was durchkam, war Mathenia da, so bei dem herrlichen Volleyknaller von Clemens Fandrich (73.) aus 22 Metern, den er um den Pfosten lenkte. Aue machte auf, ließ Platz für Konter. Einen vergab Hack kläglich und ließ den FCE im Spiel.

Doch er nutzte dies nicht, weil der ins Spiel gekommene Nazarov (78.) und Strauß (80.) ihre Schusschancen liegenließen und Nazarov in der Nachspielzeit noch einen Freistoß aus 18 Metern an die Anzeigetafel drosch.

Titelfoto: picture point/Sven Sonntag

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