Vom Aussortierten zum Stammspieler: Aue-Kicker Strauß blüht so richtig auf!

Aue - Erst abgeschrieben und jetzt integraler Bestandteil in der Startelf des FC Erzgebirge Aue: John Patrick Strauß (25) liefert bei den Veilchen Stoff für eine moderne Aschenputtel-Story. Der fleißige Allrounder hat sich seinen Stellenwert hart erarbeitet und strafte damit die Skeptiker Lügen.

Allrounder mit Torriecher: John Patrick Strauß (25, l.) trifft am 23. Spieltag gegen Kiel.
Allrounder mit Torriecher: John Patrick Strauß (25, l.) trifft am 23. Spieltag gegen Kiel.  © picture point/Sven Sonntag

"Im August vorletzten Jahres hatte er in den Planungen des Vereins keine große Rolle gespielt und sich nun derart entwickelt, dass er Stammspieler ist", skizziert FCE-Coach Dirk Schuster (53) den sportlichen Werdegang seines Schützlings.

Während der 25-Jährige unter Schusters Vorgänger Daniel Meyer (41) 20-mal gar nicht erst im Zweitligakader stand, fehlte er beim 53-Jährigen nur einmal im Aufgebot - wegen einer Gelb-Rot-Sperre.

Trainerfrage in Aue: "Sollten bis 8. Dezember Klarheit haben"
FC Erzgebirge Aue Trainerfrage in Aue: "Sollten bis 8. Dezember Klarheit haben"

Allerdings hatte sich Strauß zu Beginn in Geduld zu üben. Einsätze waren rar gesät, Spielpraxis allenfalls bei der philippinischen Nationalmannschaft zu holen, wo der Aue-Profi zwischen September und November 2019 fünfmal von Beginn an ran durfte, letztmals am 19. November gegen Syrien.

18 Tage später berief ihn Schuster am 16. Spieltag in Hannover (2:3) in die Startelf und seither weitere 37 (!) Mal.

Aue-Spieler John Patrick Strauß flexibel einsetzbar

Da dreht er jubelnd ab: John Patrick Strauß nach seinem Tor in Osnabrück.
Da dreht er jubelnd ab: John Patrick Strauß nach seinem Tor in Osnabrück.  © imago images/Joachim Sielski

Zweifelsohne kommt ihm zugute, dass er auf beiden Außenbahnen einsetzbar ist und sowohl defensive wie offensive Positionen bekleiden kann.

Wenn Not am Mann ist, geht Strauß auch mal fremd, so zum Beispiel als Sechser gegen Hannover und Darmstadt. Dass auch mal was schiefgeht, wie vorm 0:1 bei den Lilien, muss man einkalkulieren. Wichtiger ist, die richtigen Lehren zu ziehen und daran zu wachsen.

"Für junge Spieler ist es bei uns möglich, sich in Ruhe zu entwickeln, fördern zu lassen, aber auch eigene Ansprüche zu stellen, in der 2. Liga Fuß zu fassen", hatte Schuster in Bezug auf die U21-EM-Teilnahme von Florian Krüger (22) betont: "Strauß sehe ich in derselben Richtung."

Aue-Neuzugänge im Check: Wer war eine Verstärkung?
FC Erzgebirge Aue Aue-Neuzugänge im Check: Wer war eine Verstärkung?

Beide liefern mit ihrer Entwicklung eine Blaupause dafür, wohin Fleiß und Disziplin beim FCE führen.

Titelfoto: imago images/Joachim Sielski

Mehr zum Thema FC Erzgebirge Aue: